c't 2/2018
S. 94
Test
Desktop-Virtualisierung
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Untermieter

Virtuelle Maschinen für Windows

Um ein Desktop-Betriebssystem auf einem anderen laufen zu lassen, muss man nicht zwingend VirtualBox oder was von VMware installieren. Microsoft liefert seit Windows 8 in einigen Editionen die Client-Version von Hyper-V mit. Macht es die altbekannten Produkte überflüssig?

Die Idee hinter Virtualisierung ist so einfach wie praktisch: Auf einem PC mit genügend Ressourcen teilt eine spezielle Softwarekomponente – der Hypervisor – Prozessorleitung, RAM & Co. auf mehrere Betriebssysteme auf. Sie laufen allesamt parallel als virtuelle Maschinen (VMs). Diese Grundidee eignet sich nicht nur für Server, wo spezielle Infrastruktur oftmals Hunderte bis Tausende virtuelle Systeme ausführt, sondern auch für daheim oder fürs Büro. Mit dem neuen Windows-10-PC wollen alte Software und Geräte oft nicht funktionieren – sei es ein alter, aber guter Scanner, ein teures Buchhaltungsprogramm oder ein Spieleklassiker. Dann kann eine alte Windows-Version in einer VM Abhilfe schaffen. Für viele Entwickler, Admins und Betatester ist Virtualisierung unerlässlich, um Software in verschiedenen Umgebungen zu testen.

Video: Nachgehakt

Windows 8.1 und 10 liefern ab der Pro-Edition gleich Virtualisierungs-Software dazu: Microsoft Client Hyper-V lässt sich mit ein paar Handgriffen aktivieren. In die Röhre gucken Anwender der Home-, Core- und Bing-Ausgaben: Einzeln kaufen kann man Hyper-V nicht. Auch Windows 7 kennt es noch nicht. Das kann durchaus ein Grund für ein Gratis-Upgrade auf Windows 10 sein. Ob das ab Anfang 2018 noch möglich ist, stand bis Redaktionsschluss nicht fest [1].

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