c't 20/2018
S. 138
Recht
Internet-Betrügereien
Aufmacherbild
Bild: Thorsten Hübner

Geleimt – was nun?

Kleines Panoptikum der Internet-Betrügereien

Hinter der schützenden Maske der Anonymität im Netz finden Täuscher, Abzocker und Vorspiegelkünstler immer wieder ihre Opfer. Oft haben Geprellte keine realistische Chance auf rechtliche Gegenwehr. Es wird Zeit für eine gesunde Portion Online-Argwohn.

Die meisten Maschen von Online-Betrügern bauen auf eine möglichst hohe Adressatenzahl. Einen ausgeworfenen Köder schluckt stets nur ein verschwindend geringer Prozentsatz von Angesprochenen. Daher lohnt sich ein hochspezialisiertes Vorgehen, das viel individuelle Maßarbeit erfordert, für den durchschnittlichen Nepper nicht.

Dementsprechend lassen sich bereits bei der schnellen Erstbetrachtung viele betrügerische Botschaften daran erkennen, dass sie ganz offensichtlich für eine möglichst große Zahl von Empfängern passen sollen. Anreden wie „geehrter Kunde“ sollten selbst den Unbedarftesten misstrauisch machen. Dabei weist umgekehrt die Angabe von Vor- und Zuname des Angesprochenen noch lange nicht auf eine echte individuelle Nachricht hin; jeder halbwegs informierte Spambot kann damit arbeiten.

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