c't Retro 2018
S. 126
Szene
Flipper-Automaten
Aufmacherbild

Flipperfieber

Warum die Automaten so faszinieren

Obwohl Flipperautomaten aus Jugendclubs, Kneipen und Spielhallen nahezu verschwunden sind, gibt es eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich um den Erhalt und Betrieb kümmert. Neben dem Spielspaß steht für viele die spannende Technik der Maschinen im Vordergrund.

Anders als Dinosaurier sind Flipper nicht ausgestorben, sie haben sich nur zurückgezogen. Kenner der Szene gehen davon aus, dass bereits 1980 mehr Geräte in Privathaushalten als in der Öffentlichkeit standen. Damals standen in Kneipen und Spielhallen etwa 200.000 Geräte. Ab 1995 verschwanden Flipper rapide. Die Ursache lässt sich mit einem verbogenen Musiktitel beschreiben: Arcade killed the Pinball Star. Videospielautomaten machten Flippern den Platz streitig. Sie waren weniger wartungsintensiv, beanspruchten nicht mal die halbe Stellfläche und versprachen schon deshalb höhere Gewinne für die Aufsteller.

Video: nachgehakt

Alle Bemühungen vor allem der US-amerikanischen Flipperhersteller, die Geräte aufzuhübschen, blieben erfolglos. Das Grundprinzip, nämlich eine rund 80 Gramm schwere Stahlkugel über eine Holzplatte flitzen zu lassen, sie mit ausgeklügelten Mechaniken zu beschleunigen und wieder einzufangen, macht die Faszination aus. Die Spieler sehen die Vorgänge nicht nur, sondern können sie fühlen. Leider impliziert das Verschleiß und verursacht hohe Wartungskosten, wenn die Geräte häufig und intensiv bespielt werden. Ein Flipper musste in einem halben Jahr den Kaufpreis einspielen. Länger als ein Jahr warf er kein Geld ab und wurde durch ein neueres Modell ersetzt.

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