c't Retro 2018
S. 16
Geschichte
Die SoftRAM-Lüge
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Das Speicher-Placebo

Wie c’t 1995 die SoftRAM-Lüge vom doppelten Speicher aufdeckte

„Don’t run Windows without it“, warb einst eine Firma für ihre „RAM Doubling & Resource Expansion Software“. Ein c’t-Test entlarvte sie als Placebo. Das hatte Konsequenzen.

Wenn heutzutage über „Fake News“ diskutiert wird, lohnt ein Blick auf die Geschichte der Fakeware. Gemeint sind Hardware-Komponenten oder Software-Angebote, die eine Leistung versprechen, die nur vorgetäuscht wird. Häufig enden sie als Vaporware, erscheinen also niemals auf dem Markt. Zum Beispiel Hydra Systems: Die Firma versprach Anfang der 90er eine Steckkarte für den PC, die aus diesem einen Macintosh machen sollte. Das Projekt des Deutschen Rainer Poertner scheiterte kläglich, weil dafür ROM-Bausteine aus alten Apples verpflanzt werden mussten.

Anfang 1995 war Poertner mit einer Firma namens Seamless Software Corporation wieder im Spiel. Windows-Gurus berichteten in der US-Presse von einem Programm seiner Firma, das Speicherengpässe beseitigt und unter günstigen Umständen den Arbeitsspeicher verdoppelt. Damals war Windows 95 im Anmarsch, ein vergleichsweise speicherhungriges Betriebssystem.

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