c't 6/2018
S. 164
Know-how
IoT-Protokoll MQTT
Aufmacherbild
Bild: Jörg Niehage

Weltsprache

Das Protokoll MQTT für robusten Datenaustausch in Industrie und Hausautomation

Wenn Sensoren, Aktoren und Maschinen miteinander kommunizieren sollen, müssen sie eine gemeinsame Sprache sprechen. MQTT eignet sich für Industrieanlagen und das vernetzte Zuhause gleichermaßen und ist robust genug für unzuverlässige Verbindungen.

Ein Protokoll, das den Austausch zwischen verteilten Geräten regeln soll, muss vor allem mit Problemen umgehen können: Die Kommunikationspartner können aus unterschiedlichen Gründen nicht erreichbar sein, Nachrichten verloren gehen und Verbindungen während der Übermittlung abbrechen. MQTT (Message Queue Telemetry Transport) setzt auf TCP/IP auf und versucht, die Widrigkeiten der unzuverlässigen Verbindungswege durch einen zentralen Vermittler zu lösen: den MQTT-Broker. Dieser ist Schnittstelle für alle übertragenen Nachrichten. Die beteiligten Geräte unterhalten sich nur mit ihm und kennen sich untereinander nicht. Sie müssen weder die IP-Adressen noch technische Details anderer Teilnehmer kennen. Der Broker hat die Aufgabe, Nachrichten anzunehmen und an Interessierte weiterzugeben.

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