c't 9/2018
S. 122
Marktübersicht
Kreatives Schreiben
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Bild: Albert Hulm

Schreibzeug

Software für kreatives Schreiben

Weißes Blatt? Schreibblockade? Mit den Programmen, Apps und Tools aus unserer Übersicht konzentrieren Sie sich beim Texten ganz entspannt auf das Wesentliche.

Beim Schreiben längerer Texte kommt es auch aufs richtige Werkzeug an. Nicht immer ist ein klassisches Schreibprogramm mit seinem Feuerwerk an Funktionen das Mittel der Wahl. Die folgende Sammlung nennt empfehlenswerte Schreibwerkzeuge für Autoren, Journalisten, Blogger, Schriftführer und alle anderen, die ab und an mit Worten kämpfen.

Textprogramme, die sich speziell an Autoren richten, unterstützen den Anwender bei seiner Kernaufgabe: dem Schreiben. Ihre Stärke ist die kompetente Hilfe bei Recherche, Gliederung und Überarbeitung. Anders als Universalisten wie Microsoft Word können sie weder Serienbriefe erstellen noch Etiketten drucken oder Formulare erstellen. So bleibt die Aufmerksamkeit beim kreativen Schaffen.

Das unter Mac-Autoren beliebte Scrivener ist inzwischen auch für Windows verfügbar. Hier stehen Konzeption und Gliederung im Vordergrund, weniger die Textgestaltung im Detail.

Scrivener war ursprünglich Mac-Nutzern vorbehalten. Inzwischen gibt es das rund 45 Euro teure Programm auch für Windows; neu ist eine iPad-Version. Der Umgang mit langen Texten und umfangreichen Gliederungen gehört zu den Stärken von Scrivener. Notizen und Recherchematerial lassen sich hier komfortabel verwalten. Wer unterwegs mit der iOS-App weitertextet, synchronisiert das Geschriebene per Dropbox zum Desktop-Rechner.

Gedankenkarte: Mindmapping-Programme unterstützen das Visualisieren von Zusammenhängen und Ordnen von Informationen. In Papyrus Autor steckt schon eins drin.

Der wichtigste Scrivener-Konkurrent kommt aus Deutschland und heißt Papyrus Autor [1]. Einige Funktionen hat der deutsche Bestseller-Autor Andreas Eschbach mitentwickelt. Im Unterschied zu Scrivener versteht sich Papyrus Autor als vollständige Textverarbeitung samt integriertem Duden Korrektor und einer recht hilfreichen Stilanalyse. Der Funktionsumfang ist damit ebenso gewaltig wie der von Word, jedoch orientiert sich Papyrus Autor nicht am Alltag im Sekretariat: Es hat umfangreiche Recherche- und Notizwerkzeuge im Gepäck, dazu Figurendatenbank, Story-Timeline, Vorlagen für gängige Selfpublishing-Services und einen ausgefeilten E-Book-Export. Mit einem Preis von rund 170 Euro ist Papyrus Autor nicht ganz billig und die Feature-Fülle erfordert zunächst etwas Einarbeitung.

Wer nach einer guten Rechtschreibhilfe sucht, findet diese auch in TextMaker, dem Textprogramm des Büropakets von SoftMaker Office. In der Professional-Version des Programms steckt der Duden Korrektor, der der bordeigenen Rechtschreibprüfung von Word deutlich überlegen ist [2]. Textmaker kann man 30 Tage lang kostenlos ausprobieren. Die Lizenz kostet einmalig 99,95 Euro. Sie darf auf fünf privat genutzten Rechnern desselben Haushalts oder auf einem kommerziell eingesetzten Computer verwendet werden.

Künstlerbedarf

Speziell für das Schreiben von Drehbüchern und Bühnenstücken bieten sich das in einer Basisversion kostenlose und mittlerweile rein webbasierte Celtx oder das Profi-Programm Final Draft an. Letzteres ist mit rund 300 Euro zwar kein Schnäppchen, gilt aber als Branchenstandard. Das zugehörige Dateiformat FDX ist Pflicht bei der Zusammenarbeit mit den meisten Produktionsfirmen.

Eine Alternative aus deutscher Schmiede ist Drama Queen für Windows, macOS und Linux. Das Programm richtet sich vornehmlich an Drehbuchautoren und bietet etliche Spezialfunktionen wie eine automatische Formatierung nach internationalem Standard und FDX-Export. Es eignet sich mit seinem Fokus auf Konzeption und visuelle Verwaltung mehrerer Storylines, aber auch für Fiktion in Buchform. In der Basisversion ist Drama Queen kostenlos, die deutlich umfangreichere Pro-Version kostet 300 Euro. Bemerkenswert: Neben der Einmalzahlung bietet der Hersteller auch eine Ratenzahlung (kein Abo) an.

Ebenfalls auf Drehbücher und Bühnenstücke spezialisiert ist das englischsprachige Storyist. Es kümmert sich weitgehend automatisch um die normgerechte Formatierung von Einstellungen, Szenen und Dialogen, ist aber Mac- und iOS-Nutzern vorbehalten.

Schreiben sei einfach, sagte Mark Twain, man müsse nur die falschen Worte weglassen. Doch das ist leicht gesagt. Bandwurm- und Schachtelsätze, Füllwörter, Phrasen und sonstiges Geschwurbel schleichen sich fast unbemerkt in Texte. Steht kein menschlicher Gegenleser zur Verfügung, lassen sich die gröbsten Schnitzer auch von digitalen Helfern aufspüren. Deren Algorithmen analysieren Texte nach standardisierten Verfahren und ermitteln zum Beispiel den sogenannten Flesch-Wert, eine Auswertung durchschnittlicher Wort- und Satzlängen.

Die einzige Textverarbeitung mit einer integrierten Stilprüfung ist Papyrus Autor. Alternativ bieten sich eine ganze Reihe von Webdiensten an, hochgeladene oder per Zwischenablage übertragene Texte zu untersuchen. Kostenlos sind etwa die Analysen auf schreiblabor.com und wortliga.de. Deutlich leistungsfähiger, aber nur im kostenpflichtigen Abo mit monatlicher Begrenzung der Prüfvorgänge zu haben ist der Service von lingulab.de.

Ablenkungsfreie Editoren

George R. R. Martin soll sein „Game of Thrones“-Epos auf einem uralten PC mit Wordstar 4.0 für DOS geschrieben haben. Ein Grund dafür mag die puristische Oberfläche der Software sein. Sogenannte „distraction free“-Schreibprogramme zeigen auf dem Bildschirm nicht viel mehr als den Text – keine Menüs, Symbolleisten, Statuszeilen oder Lineale. Die wichtigsten Funktionen für Textgestaltung, Gliederung oder Textstatistiken existieren zwar, sind aber versteckt oder nur über Tastenkürzel aufrufbar. Zudem unterstützen viele Programme dieser Art die Textauszeichnung per Markdown-Kürzeln.

Minimalismus: Ablenkungsfreie Editoren wie Focuswriter rücken den Text in den Vordergrund und verstecken alle Steuerelemente und Zusatzfunktionen.

So zum Beispiel FocusWriter für Windows, macOS und Linux. Es enthält einen Spellchecker und exportiert auf Wunsch im DOC- oder RTF-Format. FocusWriter ist kostenlos, eine Spende an den Autoren aber gern gesehen. Auf reines TXT-Format beschränkt ist Writemonkey, in Version 3 nun außer für Windows auch für Linux und Mac verfügbar. Auch dessen Autor bittet lediglich um eine freiwillige Spende.

iA Writer gab es bisher als App für Android und iOS und als Mac-Anwendung. Seit Anfang 2018 ist auch eine Windows-Version verfügbar, deren Funktionsumfang zurzeit allerdings noch nicht an den der anderen Ausgaben heranreicht [3]. iA Writer öffnet immer nur eine Datei. In einem speziellen Fokus-Modus blendet es lediglich den aktuellen Satz oder den aktuellen Absatz ein.

Esoterisch kommt Ommwriter daher. Schaltet man die optionalen sphärischen Hintergrundklänge und -bilder ab, bleibt ein minimalistischer Texteditor mit DOC- und PDF-Export für Windows und Mac. Den Kaufpreis darf der Nutzer selbst bestimmen, mindestens sind rund 5 Euro fällig.

Ein Geheimtipp ist das seit zehn Jahren nicht mehr weiterentwickelte, aber nach wie vor funktionsfähige Q10 für Windows. Es kostet nichts, braucht als portable Anwendung keine Installation, arbeitet rein im TXT-Format und lässt sich komplett mit Tastenkürzeln steuern.

Irgendwo zwischen ablenkungsfreiem Editor und spezialisiertem Autoren-Schreibprogramm ist Ulysses angesiedelt, seit Kurzem gibt es das Apple-Nutzern vorbehaltene Programm nur noch als Abo für rund 5 Euro pro Monat.

Recherche, Outlining, Notizen

Für Recherche, Planung und Vorbereitung schwören viele Autoren auf das gute alte Notizbuch. Allerdings bieten digitale Äquivalente zu Papier und Stift einige Vorteile. Notizprogramme speichern Getipptes und halten Fotos, Audio-Aufzeichnungen oder ganze Webseiten fest. Idealerweise werden die PC-Versionen durch Apps für Tablet und Smartphone ergänzt: Dann lassen sich Inhalte über alle Plattformen hinweg synchronisieren. All diese Kriterien treffen auf die beiden Großen dieser Programmgattung zu: das kostenpflichtige Evernote und das kostenlose Microsoft OneNote [4].

OneNote gehört als Universal-App-Version zum Umfang von Windows 10, steckt in einer funktionsreicheren Fassung, aber auch in Microsoft Office. Auf macOS und iOS beschränkt und ebenfalls im Betriebssystem enthalten ist das ordentliche Apple Notizen. Besitzer eines Google-Accounts können das relativ simple Google Notizen nutzen. Es ist als Web-App und in Versionen für iOS und Android verfügbar.

Digitale Kladde: Beim Planen, Recherchieren und Ideensammeln helfen Notizprogramme wie Microsoft OneNote.

Falls eine mobile Notizlösung ohne Synchronisation mit dem PC genügt, empfehlen sich für iOS zum Beispiel die Apps GoodNotes, NoteShelf oder Notability. Android-Nutzer sind gut beraten mit S-Note (Samsung), Note Everything, SimpleNote oder ColorNote.

Wer Textstrukturen gerne visuell plant, findet in Mindmapping-Programmen ein gutes Werkzeug. Neben dem mächtigen, aber teuren Mindjet Mindmanager gibt es kostenlose Alternativen, etwa Freemind oder die Web-App Wisemapping. Die Hersteller des Autorenprogramms Scrivener bieten mit Scapple ein separates Programm an, das sich an Mindmapping-Techniken anlehnt, aber etwas einfacher gestrickt ist. Es kostet 15 US-Dollar; eine Trial-Version ist verfügbar. Im Textprogramm Papyrus Autor ist seit Version 8 ein Mindmapper namens Denkbrett integriert.

Beim Überarbeiten der Textstruktur verschwinden immer mal wieder ganze Passagen vorübergehend in der Zwischenablage. Die ist allerdings auf ein gespeichertes Objekt beschränkt – jedes Ausschneiden oder Kopieren überschreibt den vorherigen Inhalt. Abhilfe schaffen Clipboard-Tools, die mehrere Textschnipsel in der Zwischenablage speichern und beim Einsetzen eine Auswahlliste präsentieren.

Solche Helfer gibt es zuhauf, gratis oder gegen Geld. Die kostenpflichtigen wie ClipboardFusion und ClipMate bieten eine Menge Zusatzfunktionen – etwa eine Suche in den gespeicherten Objekten, einen integrierten Editor oder eine Notizfunktion. In den meisten Fällen reichen die Gratisprogramme aus. Empfehlenswert sind zum Beispiel ArsClip und Ditto für Windows sowie CopyQ; Letzteres gibt es auch für macOS und Linux. Sehr schlicht, aber angenehm einfach zu benutzen ist das Open-Source-Programm ShapeShifter. Es benötigt kein separates Tastenkürzel, sondern blendet eine Auswahl aller gespeicherten Clipboard-Inhalte automatisch ein, wenn man Strg+V etwas länger gedrückt hält.

Selbstdisziplinar-Maßnahmen

Ideenmangel, Prokrastination, Planlosigkeit – die größten Feinde des kreativen Schreibens – lassen sich letztlich nur mit Willensstärke und Selbstdisziplin bekämpfen. Das kann Software nicht komplett übernehmen, wohl aber dabei helfen [5].

Taktgeber: Pomodoro-Timer für Rechner oder Smartphone helfen, einen 25-min/5-min-Arbeitsrhythmus einzuhalten.

Eine populäre Methode ist die Pomodoro-Technik. Der Italiener Francesco Cirillo benannte sie nach seinem mechanischen Küchentimer in Form einer Tomate (ital. Pomodoro). Das Prinzip: Auf 25 Minuten, in denen ausschließlich an der aktuellen Aufgabe gearbeitet wird, folgen 5 Minuten Pause.

Nach vier solcher Zyklen wird die Arbeit für 15 Minuten beiseitegelegt. Dazu braucht es nur eine Eier- oder Stoppuhr. Es gibt aber eine Reihe von Apps für Rechner und Smartphone, die die Arbeitstaktung etwas komfortabler steuern. Empfehlenswert: das kostenfreie Tomighty für Windows und macOS, die Gratis-Web-App pomodoro.cc oder Focus 10 für Windows 10 (UWP-App).

Wer sein Smartphone oder Tablet als Pomodoro-Timer nutzen möchte, findet hierzu jede Menge Apps, etwa Clockwork Tomato oder Productivity Challenge Timer für Android und Focus Keeper oder Be Focused für iOS. Für Nutzer des Editors Writemonkey gibt es auf dessen Webseite ein Pomodoro-Plug-in, das sich direkt innerhalb des Programms nutzen lässt.

Arbeitsaufsicht: Wer sich allzu leicht von Facebook & Co. ablenken lässt, kann sich von einem Kontrollorgan wie Freedom ganz oder zeitweise aus verführerischen Webseiten oder Programmen aussperren lassen.

Der radikalste Weg, Ablenkung durch soziale Netzwerke oder E-Mails zu bekämpfen, wäre es, das Netzwerkkabel zu ziehen. Eine Reihe von Programmen tun im Wesentlichen dasselbe, nur etwas weniger rigoros. Sie sperren zum Beispiel gezielt den Zugriff auf Webseiten wie Facebook oder Instagram. Eines der besten ist Freedom für Windows, Mac und iOS. Es erlaubt eine Zugriffssperre auf bestimmte Internet-Dienste wie Facebook oder Twitter, auf Wunsch in Pomodoro-gerechten Zeitscheiben. Die Liste der blockierten Adressen ist frei editierbar. Ganz billig ist das als lokaler Proxy ausgelegte Tool allerdings nicht: Es kostet entweder 30 US-Dollar pro Jahr oder einmalig rund 130 US-Dollar.

Etwas simpler funktioniert Cold Turkey. In der kostenlosen Version lassen sich damit ausgewählte Webseiten komplett oder zeitweise blocken. Da das durch Manipulation der lokalen Hosts-Datei erfolgt, werden allerdings viele Virenscanner hellhörig. Für 25 kanadische Dollar gibts die Vollversion, die auch Windows-Anwendungen vorübergehend stilllegen kann. Auch als Browser-Add-ins gibt es solche Blocker-Software, etwa StayFocusd für Chrome. Opfer ständig ablenkender Smartphone-Benachrichtigungen werden in den jeweiligen App-Stores fündig. Für Android eignen sich etwa Block Apps oder Stay Focused. iOS-Nutzer kommen mit Block Distracting Websites deutlich günstiger weg als mit Freedom.

Und es geht noch brutaler: Unter themostdangerouswritingapp.com bietet ein einfacher Texteditor seine radikale Arbeitsaufsicht an: Wer fünf Sekunden lang nichts tippt, muss sich vom bisher Geschriebenen verabschieden. Erst nach einer einstellbaren Zeit, etwa fünf Minuten, ohne Schreibpausen wird eine Speicherfunktion aktiv. Apple-Nutzer finden einen ähnlich funktionierenden Anpeitscher in Flowstate. Die App kostet 10 US-Dollar für macOS, für iOS die Hälfte.

Eine nützliche Methode zur Selbstmotivation, gerade bei längeren Texten, wie wissenschaftliche Arbeiten oder Romanen, besteht darin, sich ein Tagesziel in Form festgelegter Textmengen zu setzen. Entsprechende Überwachungsfunktionen stecken beispielsweise in den Textprogrammen Scrivener oder Papyrus Autor und auch in manchen ablenkungsfreien Editoren, etwa in Focuswriter oder Writemonkey.

Separate Tools zum Zählen von Tastenanschlägen gibt es zwar auch, etwa WhatPulse, aber sie sind beim Texten nicht sehr hilfreich, weil sie zum Beispiel wieder gelöschte Passagen nicht berücksichtigen.

Stimmung und Ambiente

Stephen King schreibt am liebsten bei Hardrock-Klängen von AC/DC oder Guns N’ Roses. Ungeübten Textern rät der Bestseller-Autor dagegen zu einem völlig stillen Zimmer ohne Ausblick. Wenn die abgelegene Waldhütte oder das Strandhaus als Arbeitsplatz gerade nicht verfügbar sind, tut es eventuell auch eine akustische Illusion.

Etliche Webseiten bieten „Ambient Sounds“, also Endlosschleifen von Naturgeräuschen und anderen ruhestiftenden Ohrenschmäusen. Empfehlenswert ist Noisli.com, das auch das Mischen beliebiger Untermalungen erlaubt – Regenschauer am Meeresstrand mit Grillenzirpen. Ähnlich präsentiert sich asoftmurmur.com. Eine riesige Auswahl an Hintergrundklängen bietet ambient-mixer.com, sogar von Filmen und TV-Serien inspirierte Klangumgebungen wie „Hogwarts Library“ oder „In Rivendell“ sind im Angebot. Hier ist sogar der Download als MP3 in verschiedenen Längen möglich – allerdings zu recht happigen Preisen.

Wohlfühl-Berieselung: Ambient-Sound-Webseiten bieten Naturgeräusche, Kaffeehaus-Ambiente oder einfach schlechtes Wetter zum Hören.

mynoise.net versteht sich auch auf binaurale Mixes – eine Art von akustischer Täuschung. Sie entsteht, wenn der Schall die beiden Ohren des Hörers mit leicht unterschiedlicher Frequenz erreicht. In Studien ließ sich nachweisen, dass binaurale Beats Einfluss auf Hirnwellen haben können; je nach Frequenzbereich fördern sie die Entspannung oder die Konzentration. mynoise.net wird von Stéphane Pigeon angeboten, einem belgischen Elektroingenieur mit einem Faible für Tontechnik.

Schräg: Auf baconsizzling.com gibts den Klang in einer Pfanne brutzelnden Specks, nebst Video im Großformat für den Zweitmonitor – vielleicht ganz anregend beim Schreiben eines Kochbuchs. Auch Streamingdienste wie Spotify oder Deezer bieten ein paar Playlists mit Naturgeräuschen und sogar auf YouTube wird man fündig, wenn man nach „Ambient“, „Nature“ oder „Meditation“ fahndet.

Schneller tippen

Seit die Schreibmaschine den Füllfederhalter abgelöst hat, gibt es ein ergonomisches Dilemma: Wer nicht tippen kann ohne hinzuschauen, unterbricht seinen Schreibfluss andauernd für die Suche nach der richtigen Taste. Sich selbst das 10-Finger-Schreiben beizubringen kostet zwar viel Disziplin und Zeit, zahlt sich aber für Vielschreiber aus.

Tipptrainer: Wer das Zehnfinger-System beherrscht, kann sich besser auf den Inhalt seiner Texte konzentrieren. Wer es noch nicht kann, findet kostenlos Lernhilfe beim Trainingsprogramm Tipp10.

Es gibt gute Online-Kurse, die dabei sehr helfen. Besonders empfehlenswert und zudem kostenlos ist Tipp 10, das es sowohl als Browser-Anwendung als auch als lokal installierbares Programm für Windows und macOS gibt. Eine gute reine Online-Alternative bietet schreibtrainer-online.de. (dwi@ct.de)