c't 14/2019
S. 36
News
Überwachung
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Bild: Christoph Soeder / dpa

Lauschangriff 4.0

Innenminister Seehofer wünscht sich digitale Wanzen im Wohnzimmer

Nach dem Frontalangriff auf die verschlüsselte Kommunikation von WhatsApp & Co will Innenminister Seehofer nun Sprachassistenten in staatliche Abhörhilfen verwandeln.

Die ohnehin schon ständig lauschenden digitalen Helfer im trauten vernetzten Heim könnten bald schon ihren Datenstrom auch an den Staat liefern. Bei Bundesinnenminister Horst Seehofer und manchem Kollegen auf Länderebene hat das Smart Home Begehrlichkeiten geweckt. Dort sammeln intelligente Sprachassistenten wie Amazons Alexa, Googles Home oder Apples Siri ebenso wertvolle Informationen wie „intelligente“ Fernseher und Kühlschränke.

Der jüngste Vorstoß kam in einer Beschlussvorlage für die Innenministerkonferenz (IMK) von Bund und Ländern, die Mitte Mai in Kiel über die Bühne ging. „Die Spurensicherung in der digitalen Welt“ nimmt demnach eine „immer größere Bedeutung“ ein. Die Strafverfolgungsbehörden müssten daher „in der Lage sein, digitale Spuren zu erkennen, zu sichern und auszuwerten“. Konkrete Handlungsempfehlungen soll ein Arbeitskreis bis Dezember vorlegen.

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