c't 21/2019
S. 138
Hintergrund
Cochlea-Implantate
Aufmacherbild
Quelle: Universitätsmedizin Göttingen

Taube Ohren lernen, Töne zu sehen

Zukunftstechnik reizt genmanipulierten Hörnerv mit Licht

Heutige Cochlea-Implantate übersetzen den Schall in Stromsignale direkt in der Hörschnecke. Künftig will ein Forscherverbund dort ein Licht-Array mit Hunderten von LEDs einsetzen. Die Hörzellen sollen dazu durch ein Algengen sehen lernen.

Viele Menschen mit Hörproblemen haben Schäden am Innenohr. Zum Glück holen Cochlea-Implantate selbst Ertaubte wieder in die Gemeinschaft der Hörenden zurück. Und die Technik entwickelt sich weiter.

Wenn neue Digitaltechnik schlappe Ohren wieder spitzen soll, sind neue Wege zu bahnen. Wie lassen sich die Nervenzellen in der Hörschnecke des Innenohrs ansprechen? Zum einen natürlich durch Schall, übertragen vom Trommelfell über die Gehörknöchelchen namens Hammer, Amboss und Steigbügel in die Hörschnecke. Dort sind die feinen Haarzellen aufgereiht und erkennen je nach Standort frequenzgenau die unterschiedlichen Töne.

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