c't 25/2019
S. 48
Test & Beratung
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Komplett enteilt

Ryzen 9 3950X mit 16 CPU-Kernen

AMDs 16-Kerner für die Desktop-Plattform AM4 übertrumpft dank hohem Turbotakt nicht nur Intels Core i9-9900KS, sondern lässt auch teurere High-End-Prozessoren alt aussehen.

Mit zwei Monaten Verzögerung ist AMDs neues AM4-Topmodell für 820 Euro nun endlich erhältlich. Wie der Zwölfkerner Ryzen 9 3900X besteht der Ryzen 9 3950X aus insgesamt drei Chips: Die zwei in 7-Nanometer-Technik gefertigten 8-Kern-Chiplets hängen an einem I/O-Die (12 nm), das Speicher-Controller, PCI Express 4.0 Root Hub und I/O-Funktionen für SATA 6G und USB 3.2 Gen 2 (10 GBit/s) vereint. Im Unterschied zum 3900X sind beim 3950X aber alle 16 Kerne aktiv. Dank Simultaneous Multithreading (SMT) kann er 32 Threads gleichzeitig abarbeiten.

Der Nominaltakt fällt mit 3,5 GHz um 200 MHz niedriger als beim 12-Kerner aus, weil das thermische Budget trotz der vier zusätzlichen Kerne mit 105 Watt identisch ist. Das Power Limit beträgt 142 Watt, das die CPU bei Dauervolllast nicht ganz ausschöpft (137 Watt). Bei Last auf einem Kern darf der Ryzen 9 3950X auf 4,7 GHz hochtakten.

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