c't 11/2020
S. 132
Wissen
Gesundheit
Bild: Rudolf A. Blaha

Blaulichtgefahr

Reduzierung des Blaulichtanteils im LED-Licht

Smartphones und andere Geräte ­sollen durch eine Reduzierung des Blaulichtanteils augenschonender sein. Ist das wirklich wichtig oder nur ein Marketing-Gag?

Von Inge Schwabe

Dass man im Alter immer schlechter sieht, gehört zu den Dingen, vor denen viele Angst haben. Untersuchungen legen nahe, dass moderne Leuchtmittel und die Bildschirme von Computern, Smartphones und Tablets die Augen schon vorzeitig altern lassen. Blaues Licht stört unseren Biorhythmus, heißt es immer wieder. Und: Blaues Licht schädigt Sehzellen. Doch wie soll man sich die Mechanismen vorstellen, die das bewirken könnten? Obwohl beide Effekte ganz getrennte Baustellen sind, gehen beide offenbar auf denselben Faktor zurück: Licht als Träger von Energie.

Schon in der Schule lernt man: Licht lässt sich in der Elektrodynamik als hochfrequente elektromagnetische Welle beschreiben. Liegt die Wellenlänge zwischen 380 und 780 Nanometern, sieht das menschliche Auge das Licht als unterschiedliche Farben: Licht mit Wellenlängen zwischen 650 und 750 Nanometern nimmt man als Rot wahr, kurzwelligeres als Orange-, Gelb- oder Grüntöne. Am Ende folgen Blau (420 bis 490 nm) und Violett (380 bis 420 nm). Die bei diesen sogenannten Spektralfarben nicht aufgeführten Farben ergeben sich als Mischfarben aus mehreren Wellenlängen, beispielsweise Brauntöne.

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