c't 14/2020
S. 58
Titel
Biometrie: Gesichtserkennung

Biometrisches Wettrüsten

Wie biometrische Erkennung funktioniert – und wann sie versagt

Die ersten Systeme zur Gesichts­erkennung ließen sich noch von Fotoabzügen täuschen, Finger­abdruckscanner von bedruckten Folien. Die Hersteller halten mit maschinell trainierten Systemen und 3D-Technik dagegen. Doch auch die moderne Kunst hat ihre Grenzen.

Von Andrea Trinkwalder

Dass Menschen Individuen sind, offenbart fast jede Faser ihres Körpers, an manchen Stellen lässt sich das ganz besonders gut messen: Nicht einmal die Gesichter eineiiger Zwillinge stimmen exakt überein, dasselbe gilt für Fingerabdrücke sowie Iris- und Venenmuster. Biometrie ist die Kunst, diese einzigartigen Merkmale so geschickt zu vermessen, dass sie sich leicht vergleichen lassen – und damit zum Wiedererkennen oder Auseinanderhalten von Personen taugen.

Doch das ist leichter erdacht als getan. Bei Gesichtern erschweren Mimik, Alterung, Sonnenbrillen, Bartwuchs, ungünstige Perspektiven und inhomogene Lichtverhältnisse den Abgleich, bei Finger­abdrücken verfälschen Schmutz, Schweiß und Fett das Ergebnis. Generell profitieren sämtliche Verfahren enorm von den Durchbrüchen im maschinellen Lernen sowie ausgeklügelten Kamera-Sensor-Kombinationen. Doch nach wie vor gibt es gravierende Qualitätsunterschiede. Deshalb sollten sich Käufer und Anwender möglichst umfassend über ein System informieren, bevor sie ihm vertrauen.

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