c't 15/2020
S. 40
Aktuell
Apple

Der Mac als Über-iPhone

WWDC: Warum Apple auf ARM-basierte Macs setzt

„Der einzige Weg für Apple, sich von anderen abzusetzen und etwas Einzigartiges zu erschaffen, besteht darin, eigene Chips zu besitzen.“ Diese Leitlinie gab Firmengründer Steve Jobs schon 2007 vor. Den bisherigen Höhepunkt bildet der Plan, als letztes Element der Geräteriege auch den Mac mit einem eigenem Prozessor zu bestücken. Die übrigen WWDC-Ankündigungen rund um macOS, iOS und iPadOS hängen eng damit zusammen.

Von Dušan Živadinović

Als das erste iPhone 2007 auf den Markt kam, revolutionierte es zwar den Mobilfunkmarkt, galt aber nach Apples interner Einschätzung als unzureichend, weil es aus Dutzenden fremder Bausteine bestand, die Innovationen blockierten. So stellte Apple bereits 2008 Johny Srouji ein und schluckte den Chip-Spezialisten P. A. Semi (Palo Alto Semiconductors). Srouji galt als aufstrebender Star unter Prozessorenentwicklern. Es entstand eine schlagkräftige Entwicklungsabteilung für Systems-on-Chip (SoCs) mit ARM-Rechenkernen für iPhone, iPod, iPad, Apple-TV und die Apple Watch. Auf der World Wide Developers Conference 2020 kündigte die Firma schließlich auch den ARM-Umstieg für Macs an.

Entwickler können erste Gehversuche mit dem leihweise erhältlichen Developer Transition Kit (DTK) unternehmen. Für rund 540 Euro erhalten sie einen modifizierten Mac Mini mit dem iPad-Chip A12Z, 16 GByte RAM und 512 GByte SSD und Zugang zum Entwicklerprogramm. Apple versichert, dass sich die meisten Anwendungen „innerhalb von Tagen“ an ihre ARM-Architektur anpassen lassen. Das erste Mac-Modell mit eigener ARM-CPU soll schon Ende 2020 erscheinen. Einige neue Intel-basierte Macs will Apple zwar noch folgen lassen, innerhalb von zwei Jahren will Apple aber die gesamte Mac-­Linie umstellen.

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