c't 2/2020
S. 40
aktuell
RISC-V-Chips

RISC-V dreht auf

RISC-V-Chips mit GPU, FPGA-Kombichips und Hacking-Tools

Die offene Befehlssatzarchitektur RISC-V nimmt weiter Fahrt auf, sogar in Richtung Weltraum. NXP entwickelt einen RISC-V-Testchip mit Grafikeinheit, außerdem kommen RISC-V-FPGA-Kombis und stärkere Vektor-Rechenwerke.

Ein bezahlbarer Stromsparprozessor mit offengelegten RISC-V-Prozessorkernen und Grafikausgang rückt näher. Der europäische Chiphersteller NXP arbeitet gemeinsam mit der OpenHW Group am Testchip namens „Core-V Chassis SoC“, in dem Linux-taugliche 64-Bit-Kerne vom Typ RV64GC zusammen mit einer 3D-GPU stecken. Wie die Bezeichnung Chassis SoC andeutet, geht es um den Einsatz in künftigen Autos; NXP gehört zu den weltweit größten Herstellern von „Automotive“-Prozessoren.

Für die zweite Hälfte des Jahres 2020 ist das sogenannte „Tape-out“ des Chassis SoC geplant, Entwickler können also ab 2021 mit fertigen Chips rechnen. Welcher Typ GPU zum Einsatz kommen wird, hat NXP nicht verraten; man will aber auf die Technik der i.MX-SoCs mit ARM-Kernen zurückgreifen, in die NXP bisher üblicherweise GPU-Technik des Zulieferers Vivante einbaut.

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