c't 23/2020
S. 60
Aktuell
Medizin

Daten auf Rezept

Das E-Rezept kommt ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Elektronische Rezepte sollen ab 2022 die klassischen Papierzettel ablösen. Anders als vom Deutschen Apothekerverband gefordert können jedoch Dritte die brisanten Daten auswerten.

Von Hartmut Gieselmann

Wenn ab 2022 Rezepte nur noch elektronisch verordnet und übermittelt werden, sollen die Daten nicht Ende-z­u-Ende verschlüsselt werden. Wie das Fachmagazin Medical Tribune berichtet, hat sich die Mehrheit der Gesellschafter der Gematik gegen eine Gesamtverschlüsselung ausgesprochen, wie sie der Deutsche Apothekerverband (DAV) gefordert hatte. Die Gematik organisiert die Vernetzung von Kliniken und Praxen über die Telematik-Infrastruktur (TI). Das Bundesministerium für Gesundheit ist mit 51 Prozent der Anteile größter Gesellschafter.

Demnach lassen sich Verschreibungen von Ärzten künftig auf den von der Gematik kontrollierten zentralen Servern der TI analysieren und beispielsweise Statistiken zum Verordnungsverhalten einzelner Ärzte aufstellen. Technisch möglich wären darüber hinaus „Auswertungen jeglicher Art“, wie ein DAV-Sprecher gegenüber der Medical Tribune erläuterte.

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