c't 24/2020
S. 120
Test & Beratung
VR-Headset

Datenschleuderbrille

Autark und kontrovers: VR-Headset Oculus Quest 2 im Test

Die Oculus Quest 2 ist konkurrenzlos günstig, benötigt jedoch zwingend einen Facebook-­Account. Offiziell ist sie (deshalb?) in Deutschland nicht erhältlich, man kann sie aber leicht beschaffen.

Von Jan-Keno Janssen

Das Virtual-Reality-Headset Oculus Quest 2 bietet qualitativ hochwertiges VR mit vollem Kopf- und Handtracking für 350 Euro – komplett autark, man benötigt weder PC noch Smartphone für den Betrieb (lediglich zum erstmaligen Einrichten ist ein Mobilgerät nötig, dazu später mehr). Obendrein lässt sich die Quest 2 auch mit Windows-VR-Software am PC nutzen, dafür muss man sie mit einem konventionellen USB-C-Kabel an den Rechner hängen. Kein anderer Hersteller bietet diese Funktionsvielfalt, andere autarke Headsets – zum Beispiel von Pico oder HTC – leisten weniger und kosten mehr.

Ohne Facebook-Account geht bei der Oculus Quest 2 gar nichts.

Doch das Ganze hat einen Haken: Oculus gehört Facebook und Facebook will endlich Geld verdienen mit seiner teuren VR-Tochter. Deshalb zwingt Facebook die Nutzer der Quest 2, einen Facebook-­Account mit dem Headset zu koppeln. So bindet Facebook die Brille in sein Werbe-Universum ein. Von VR-Geräten erfasste Daten dürften für Werbekunden sehr wertvoll sein: Schließlich weiß das Headset, wann man zusammenzuckt, wo man wie lange hinguckt und worauf man instinktiv zuläuft. Sogar anonymisiert sind solche Daten ziemlich intim: Die Stanford-Universität ließ 511 Testpersonen ein 5-minütiges 360-Grad-Video auf einem Headset ansehen. Mit den anonymisierten Trackingdaten ließen sich 95 Prozent der Nutzer korrekt identifizieren [1].

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