c't Extra 2020
S. 28
Titel
Prozessoren

Sturm- und Drangzeit im Mikrokosmos

Die ersten 25 Jahre in der Geschichte der Mikroprozessoren

Seit nahezu 50 Jahren gibt es sie, die Mikroprozessoren. Gern stellt sich Intel als Erfinder dieses Meilensteins dar, allein ganz so ist es nicht, denn diese Ehre kommt zumindest patentrechtlich gesehen Texas Instruments zu. Und dann gibts auch noch IBM, Motorola, HP, DEC, Sun, Mips, Cyrix, Via, AMD, ARM und wie sie alle heißen. Wie fing das alles an und was ist draus ­geworden?

Von Andreas Stiller

Als Intels Entwicklungschef Fede­rico Faggin im Juni 1971 in die „Electronics News“ schaute, staunte er nicht schlecht. In einer mehrseitigen Anzeige wurde eine CPU-on-a-Chip beworben, die Texas Instruments (TI) für die Computer Terminal Corporation (CTC) entwickelt hatte. Einen offiziellen Namen für den Chip gabs da noch nicht, später hieß er TMX 1795, ein MOS-Chip mit 3078 Transistoren.

Faggin war geschockt, eigentlich war Intel als Erstlieferant für CTC vorgesehen, TI sollte lediglich eine Zweitquelle sein: Das CPU-Konzept, das sich stark an dem vorhandenen diskreten Prozessor von CTC orientierte, stammte schließlich von Intel. Doch die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber CTC klappte nicht wie geplant, zumal das Projekt für den 8-Bit-Chip 1201 eine Zeit lang vor sich hin dümpelte, insbesondere weil Intels Entwickler Feeney für andere, dringendere Aufgaben abgezogen wurde. Im Januar 1971 nahm sich dann aber Faggin des Projektes an. Bis dahin hatte er mit Kollegen an einem anderen Auftrag gewerkelt, an einer Familie von vier Chips rund um den 4/8-Bit-­Prozessor 4004 (8-Bit-Register, 4 Bit ALU und 4-Bit-Datenbus).

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