c't 7/2020
S. 82
Test & Beratung
SFP+-NBase-T-Adapter / Prozessor / Lüfterlose Grafikkarte

Kupferwandler

Mikrotiks S+RJ10 macht am Switch aus einem 10-Gigabit-SFP+-Slot für Glasfasermodule einen NBase-T-Port für Kupferkabel.

Wenn ein Switch nicht genug RJ45-Ports, aber freie SFP+-Slots hat, kann das Mikrotik-Modul S+RJ10 aushelfen. Es enthält den PHY-Chip 88X3310P von Marvell, der laut Hersteller auf CAT6-Kabeln 10 GBit/s über 100 Meter Leitungslänge transportiert. Auf einem 5 Meter kurzen CAT5e-Kabel waren es bei uns mit einem Aquantia-Chip als Gegenstelle 10 GBit/s, aber bei nur etwas längeren CAT5e-Stücken fiel die Datenrate schon auf 5 GBit/s ab. Der Nettodurchsatz passte zu den Link-Raten.

Bei uns zeigte sich das Modul wählerisch: In einer Mellanox-SFP+-Karte MT26448 unter Linux und in einem Draytek-Router Vigor3910 funktionierte es auf Anhieb, in einem Netgear-Switch XS512EM aber erst nach dem Update von dessen Firmware auf die Version 1.0.1.1.

Aufgemöbelt

AMD legt den Sechskernprozessor Ryzen 5 1600 neu auf und verkauft ihn für unter 100 Euro.

Unerwartet brachte AMD zum Jahreswechsel die drei Jahre alte AM4-CPU Ryzen 5 1600 in einer Neuauflage. Statt Zen-Kernen mit 14-nm-Technik verwendet AMD jedoch modernere 12-nm-Dies mit Zen+-Architektur, weshalb der Sechskernprozessor eigentlich zur Ryzen-2000-Serie gehören müsste.

Taktfrequenzen, Thermal Design Power und Cache-Größen sind bei beiden Varianten des Ryzen 5 1600 identisch. Dennoch rechnet die neuere 12-nm-Va­riante etwas schneller, weil die Latenzen beim Speicher- und Cachezugriff geringfügig kürzer sind. Zudem arbeitet der Turbo beim Ryzen 5 1600 [12 nm] nicht mehr mit festen Stufen, sondern kann den Takt der einzelnen Kerne dynamisch zwischen 3,2 und 3,6 GHz variieren. Bei ­Singlethreading-Anwendungen rechnet er deshalb 4 Prozent und bei Multi­threading-Aufgaben 9 Prozent schneller.

(Fast) passiv

Stille Grafikkarten ohne Lüfter sind meist langsam. Palits sparsame GeForce GTX 1650 KalmX jedoch hat genug Spieleleistung für Full HD.

Die KalmX ist bereits Palits viertes lüfterloses Modell der Reihe. Als GTX 1650 hat sie ähnlich moderne Rechenwerke wie die teuren RTX-Karten, aber keine Spezialschaltkreise für KI- und Raytracing-Berechnungen. Bei der Wiedergabe rechenintensiver YouTube- oder Netflix-Videos entlastet die Karte den Prozessor. Für H.265 übernimmt sie auch das Encoding. Zwei DisplayPorts 1.4a schaffen 8K-Auflösung mit 60 Hertz, der HDMI 2.0b 4K.

Die Leistung reicht für flüssiges Spielen bis zur Full-HD-Auflösung aus – in Grafikbomben wie Metro Exodus schaltet man eine Detailstufe zurück. Bis auf minimales Zischeln unter Volllast lief die KalmX lautlos. Im Gehäuse ohne jeglichen Luftzug – vollpassiv – drosselte sie unter Volllast und über 90 °C ihren Takt: Ein laues Lüftchen vom Gehäuse- oder Prozessorlüfter muss also sein.

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