Schlausprecher
Smarte Displays ab 50 Euro von Amazon, Google, Lenovo und Xiaomi
Amazons Alexa und Googles Assistant lassen sich nicht nur mit Sprachbefehlen herumkommandieren. Per Smart Display mit Touchscreen steuert man das Smart Home bequemer, führt Videotelefonate und streamt in der Küche Filme und Musik.
Ob nun „Alexa, mach’ das Licht aus“ oder „Ok Google, wie ist der Verkehr“ – diese und ähnliche Sprachkommandos gehören in vielen Haushalten längst zum Alltag. Auch wenn die künstlichen Intelligenzen hinter den Assistenzsystemen von Amazon, Apple oder Google längst nicht immer so parieren, wie sie sollen: Offensichtlich ist der Komfortgewinn hoch, sodass die Kundschaft die Sorgen um den Schutz persönlicher Daten und ihrer Privatsphäre beiseiteschiebt.
Smarte Displays sind eine konsequente Erweiterung der Sprachassistenten. Auf ihren Displays mit 4 bis 10 Zoll Diagonale bereiten sie Informationen visuell auf, und bieten mit Kameras oder zusätzlicher Sensorik eine größere Funktionsvielfalt als die reinen Audio-Assistenten.
Im Test sind sechs Smart Displays von Amazon, Google, Lenovo und Xiaomi zu Preisen von 50 Euro bis 250 Euro. Amazon hat derzeit drei Varianten der Echo-Show-Serie im Angebot, deren Name sich nach der Displaydiagonale in Zoll richtet. Wir wählten das Einstiegsmodell Show 5 und den Show 10 mit mitdrehendem Display. Der Show 8 bietet abgesehen von der größeren Anzeige denselben Funktionsumfang wie das kleinste Modell.
Auch Lenovo verkauft drei Smart Displays, und zwar mit 7, 8 oder 10 Zoll großem Bildschirm. Getestet haben wir auch hier das größte und das kleinste Modell. Die smarten Wecker des Herstellers schafften es nicht rechtzeitig in die Redaktion; wir werden sie in einer Folgeausgabe testen. Dafür erreichte uns Xiaomis niedlicher smarter Wecker mit 4-Zoll-Display.
Googles neuer Nest Hub der 2. Generation darf natürlich nicht fehlen. Der große Bruder Nest Hub Max mit integrierter Kamera wird nach wie vor nur in den USA angeboten.
Fäden spinnen
Alle sechs Kandidaten nutzen Android als Basis. Die Geräte von Google, Lenovo und Xiaomi setzen Googles für andere Anbieter freigegebene Software-Suite mit Anbindung an die Google-Cloud und den Google Assistant ein. Bei Amazons FireOS handelt es sich dagegen um eine stark angepasste Android-Version, die auf Amazons Services zugreift und Alexa ins Haus bringt.
Die Einrichtung der smarten Displays mit Google Assistant funktioniert herstellerübergreifend gleich: Sobald man sie an die Steckdose hängt, melden sie der Welt über Bluetooth ihre Kopplungsbereitschaft. Startet man auf dem Smartphone die Google-Home-App, wird sofort die Einrichtung des neu erkannten Geräts vorgeschlagen. Für die Integration ins Heimnetz erfragt die App das gewünschte WLAN und dessen Passwort und überträgt die Zugangsdaten automatisch aufs Smart Display. Zur weiteren Einrichtung gehört, dass man die Geräte mit dem eigenen Google-Account verknüpft.
Die Verbindung mit dem Google-Account macht Nutzern von Android-Telefonen das Leben leicht, denn die bei Google gespeicherten Daten sind dann automatisch auch auf den Smart Displays verfügbar. Das gilt zum Beispiel für Termine, Kontakte oder Nutzungsdaten von Google Maps.
So blenden die Geräte von Google und Lenovo mit Google Assistant morgens zum Aufstehen direkt Verkehrsinformationen für den Weg zu Arbeit und am Tag anstehende Termine ein. Und auch die Frage nach den Öffnungszeiten des Supermarktes um die Ecke beantworten die Displays ohne spezifische Ortsangabe korrekt, da Google bereits weiß, wo man wohnt. Darüber hinaus erinnern die Geräte an Termine, Flüge und Bahnfahrten, sofern die Buchungsbestätigungen per Gmail empfangen wurden oder die Daten im Google-Kalender eingetragen wurden.
Die Displays der Echo-Show-Serie lassen sich sogar ganz bequem ohne App direkt am Gerät an den Start bringen; die Alexa-App am Smartphone braucht man erst, um die Cloud-Dienste zu konfigurieren. Alexa versteht sich dabei nicht nur auf einen Anbieter, sondern kann beispielsweise Kalenderinformationen von Apple, Google oder Microsoft einbinden.
Amazons Echo Show 5 hat eine Besonderheit: An den hinteren Micro-USB-Port lässt sich ein Ethernet-Adapter anschließen, allerdings nicht mit Strom versorgen. Wer jedoch einen aktiven Netzwerkadapter wie den für Amazons Fire-TV-Sticks mit separater Stromversorgung nutzt, kann den kleinen Lautsprecher auch ohne WLAN per Kabel ins Netz einbinden. Beim Show 8 ist dies ebenfalls möglich, beim Show 10 und den Smart Displays von Google, Lenovo und Xiaomi muss man mangels USB-Port auf diese Option verzichten.
Entertain me!
Mit den smarten Displays kann man recht Unterhaltsames anstellen. Alle Testgeräte dienen zum Beispiel als Stereoanlage – wahlweise lauscht man Internetradiostationen oder ausgewählten Musik-Abo-Diensten. Bei Letzteren ist die Auswahl arg eingeschränkt. Amazon bietet natürlich seinen Musikdienst Prime Music an, während bei Google YouTube Music das Programm liefert. Ein Spotify- oder Deezer-Abo lässt sich mit allen Geräten verknüpfen, Apple Music nur auf den Geräten von Google, Lenovo und Xiaomi. Amazon liefert bei Prime Music ein kleines Schmankerl: Zu einigen Stücken werden die Liedtexte eingeblendet – Mitsingen erlaubt.
Die kleinen Displays eignen sich grundsätzlich auch als Not-TV. Google unterstützt mit Zattoo sogar einen Anbieter, der Live-TV-Inhalte streamt. Wer keinen entsprechenden Account besitzt, empfängt Live-Streams aus den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender.
Den Echo-Show-Displays fehlt hingegen ein auf Live-TV spezialisierter Anbieter wie Zattoo oder Waipu, sodass man hier nur auf eine Streaming-App wie den kostenlosen Stream Player setzen kann. Der kennt zumindest die wichtigsten TV-Kanäle der öffentlich-rechtlichen Sender, bei den privaten Sendern fehlen Schwergewichte wie ProSieben, Sat1 und RTL.
In Sachen Video-Flatrates haben die Geräte von Google und Lenovo am meisten zu bieten. Sie können Videos von Netflix und Disney+ wiedergeben. Etwas aus der Reihe fällt der Wecker von Xiaomi, der gar keine Videowiedergabe unterstützt – weder mit den eigenen Apps, noch als Senke, um via Google Cast Inhalte vom Smartphone anzuzeigen.
Amazon hat die Videofunktionen der Show-Geräte etwas versteckt. Über den Sprachbefehl „Öffne Videostartseite“ gelangt man zu einem separaten Auswahlbildschirm, auf dem man auf Inhalte von Prime Video, Netflix sowie die Mediatheken von ZDF und Arte zugreifen kann. Obwohl die Lösung mit der Videostartseite aus dem Bedienkonzept herausfällt, bietet sie Vorteile. Inhalte werden in einer Katalogansicht übersichtlich dargestellt und sind am Display auswählbar – bei den Google-Geräten muss man alles per Sprache bedienen. YouTube ist auf den Amazon-Geräten nur über einen Browser-Shortcut zu erreichen.
Die Google-Geräte arbeiten auch als Chromecast-Senke und können auf diesem Weg Musik oder Videos von anderen Geräten im lokalen Netz zeigen. Das funktioniert bei YouTube-Videos ebenso wie bei Abo-Musik – etwa von Deezer, Spotify, Tidal oder Napster. Bei der Echo-Familie schaut es in Sachen Streaming mau aus. Inhalte kann man nur mithilfe des integrierten Silk-Browsers und einem Screensharing-Dienst wie Spacedesk wiedergeben. Letzteres Tool bringt bei Bedarf sogar einen Windows-Desktop auf die Geräte der Show-Serie.
Beim Thema Fotos hat man auf allen Kandidaten die Wahl zwischen vorgefertigten Bilder-Feeds zu Themen wie Kunst, Natur oder Architektur und eigenen Bildern. Die Smart Displays übernehmen dann die Aufgabe eines digitalen Bilderrahmens und spielen die Aufnahmen als rotierende Diashow ab. Dabei müssen die Fotos in den jeweiligen Cloud-Diensten von Google und Amazon geparkt sein.
Die Fotos-App von Google erlaubt über die Funktion „geteilte Alben“ auch das Bereitstellen von Bildern für andere Google-Accounts. Ähnlich schaut es bei der Amazon-Photos-App aus, wo man bis zu fünf Personen zur Pflege eines gemeinsamen Familienalbums einladen kann. Auf diese Weise lassen sich die smarten Displays als ferngesteuerte Bilderrahmen einsetzen, auf denen frisch in die Cloud geladene Fotos automatisch erscheinen.
Allen Testkandidaten gemein ist ihr gutes Gehör: Mit ihren eingebauten Fernfeldmikrofonen lauschen sie permanent (auch offline), ob jemand die sogenannten Hotwords ausspricht. Bei Google lauten sie „Hey Google“ und „Okay Google.“ Die Echo-Geräte reagieren in den Werkseinstellungen auf den Zuruf „Alexa“, in der App lassen sich aber auch andere Wörter festlegen. Sobald die Displays mittels Hotword aufgeweckt wurden, zeichnen sie die folgenden Sprachbefehle auf und schicken die Sounddateien an ihre Server, wo die Spracherkennung erfolgt.
Viele Nutzer beunruhigt der Gedanke, dass Geräte mit Mikros in Wohn- und Schlafzimmern stehen. Die Sorge ist nur zum Teil begründet: Die Smart Displays hören zwar zu, zeichnen aber zunächst nichts auf und schicken auch nichts ins Netz. Erst nach der Aktivierung landen die nachfolgenden Sprachdateien auf den Servern von Amazon und Google.
Doch in der Praxis kommt es immer wieder zu Fehlaktivierungen, etwa, wenn in Gesprächen oder im Fernsehen phonetisch ähnliche Phrasen wie „Ok, gut“ fallen. Obwohl die Ansage nicht den Displays galt, zeichnen sie daraufhin trotzdem einige Sekunden lang auf und versuchen mit ihrer Cloud-Analyse, einen Befehl zu erkennen.
Wer nicht will, dass unbemerkte Audioaufzeichnungen bei den Herstellern landen, der stellt in den zugehörigen Smartphone-Apps ein, dass die Displays den Beginn und das Ende einer Aufzeichnung mit einem Bestätigungston quittieren. So bekommt man wenigstens mit, wenn fälschlicherweise eine Aufnahme gestartet wurde und kann den Assistenten dann zurückpfeifen.
Mit dem KI-Prozessor im Echo Show 10 will Amazon Spracheingaben künftig lokal erkennen und auswerten. Bislang klappt das aber nur auf Englisch, da das deutsche Sprachmodell für den Chip noch nicht fertig ist.
Wie gut die Spracherkennung funktioniert, hängt von zwei Faktoren ab. Auf Seiten der Geräte spielen die Mikrofone die größte Rolle. Alle Testkandidaten nutzen ein Array aus mindestens zwei Mikros, um die Befehle aus größerer Distanz aufnehmen zu können und Richtung und Entfernung der Sprecher zu bestimmen.
Unterschiede zeigten sich bei der semantischen Auswertung beim Anbieter. Hier schneiden die Geräte mit Google Assistant besser ab als Amazons Alexa. Während beide kombinierte Ansagen wie „Mach das Licht in der Küche und im Wohnzimmer an“ verstehen, bügelt Alexa komplexere Fragen und Befehle häufiger mit einem „Das weiß ich leider nicht“ ab als der Google Assistant. So müssen Kommandos an Alexa oft exakt dem vorgegebenen Muster entsprechen, etwa „Öffne LG und sag mir den aktuellen Status von der Waschmaschine, während bei Google ein lockeres „Wie weit ist die Waschmaschine“ genügt.
Ein weiterer Vorteil des Google Assistant ist seine Fähigkeit, mehrere Nutzer anhand ihrer Sprache zu unterscheiden. Die Displays erlauben es auch, einen oder mehrere zusätzliche Google-Accounts zu hinterlegen. Jeder, der anschließend nach Terminen oder der Verkehrslage auf dem Arbeitsweg fragt, bekommt dann eine individuelle Antwort.
Schalten und Walten
Neben dem Abspielen von Nachrichten und Wetterberichten ist die Steuerung von Smart-Home-Komponenten eine der wichtigsten Aufgaben digitaler Assistenten. „Alexa, mach das Licht an!“ dürfte einer der am häufigsten ausgesprochenen Befehle sein.
Auf fast allen Geräten mit Google-Betriebssystem erreicht man mit einer Wischgeste die Smart-Home-Steuerzentrale, die kleine Kacheln zur Bedienung unterschiedlicher Geräteklassen einblendet – beispielsweise Beleuchtung oder Thermostate. Rechts davon zeigen die Displays auf größeren Kacheln die Geräte des jeweiligen Raumes.
Tippen auf die Kachel löst die jeweilige Hauptfunktion aus, bei Lampen etwa das Ein- und Ausschalten. Über ein Pfeil-Icon in der Kachel gelangt man zu den Detaileinstellungen, in denen sich mit einem Slider die Helligkeit punktgenau dimmen oder mit einem Fingertipp die Beleuchtungfarbe auswählen lässt. Darüber hinaus blendet das Smart-Home-Menü in einer weiteren Kachel die Live-Bilder verknüpfter Überwachungskameras ein.
Der Wecker von Xiaomi gibt sich etwas karger: Hier lassen sich nur die Lautstärke und die Lampe des jeweiligen Raumes direkt per Wischgeste erreichen. Die Smart-Home-Kacheln fehlen auf dem kleinen Display.
Bei Amazons Echo-Displays ist der Smart-Home-Bereich nicht ganz so übersichtlich gegliedert. Hier passen maximal drei Geräte nebeneinander aufs Display und man muss sich recht mühsam durch die Gruppen und Räume zum Zielgerät hangeln. Eine übersichtliche Dashboard-Ansicht fehlt. Immerhin lassen sich auch hier Live-Bilder von Überwachungskameras einblenden.
Richtig smart wird das Smart Home aber nicht dadurch, dass sich Lampen oder Thermostate per Sprachbefehl oder über eine Smartphone-App steuern lassen. Im Idealfall weiß das Haus selbst, wann was zu tun ist. Dafür kommen üblicherweise mehr oder weniger komplexe Wenn-Dann-Regeln zum Einsatz. Das setzt eine Smart-Home-Zentrale voraus, die sämtliche Geräte unter einem Dach vereint und verwaltet.
Das klappt mittlerweile auch mit den Systemen von Amazon und Google. Beide unterstützen sogenannte Routinen. Hierfür finden sich in der Amazon- und der Google-App bereits einfache Vorlagen, beispielsweise eine Guten-Morgen-Routine. In den Apps stellt man mit wenig Aufwand ein, welche Aktionen bestimmte Geräte ausführen sollen und durch welchen Sprachbefehl man die Routine startet. Auf ein gesprochenes „Guten Morgen“ öffnen die Smart Displays dann etwa die elektrischen Rollos und schalten das Licht im Schlafzimmer und die Kaffeemaschine ein. Alexa kann man zum Abrunden solcher Routinen sogar beliebige Sätze in den Mund legen – „Lass krachen, Kalle“.
Hallo Welt!
Die smarten Displays bieten allerlei Kommunikationsformen an, ohne dass man hierfür zum Handy greifen müsste. Auf Zuruf kann man eine Sprachverbindung zu einem anderen Gerät im eigenen Haushalt oder zu einem zuvor hinterlegten, externen Kontakt aufbauen. Die Geräte von Google, Lenovo und Xiaomi nutzen für Video- und Sprachübertragungen den Dienst Duo, während alle Alexa-Geräte – ob Smart Speaker, Display oder einige FireTV-Produkte – mittels eines eigenen, namenlosen Amazon-Dienstes Sprachverbindungen aufbauen können.
Einige Mobilfunkverträge von Vodafone lassen sich sogar in der Alexa-App verknüpfen, sodass man beliebige Telefonnummern im Fest- oder Mobilnetz anwählen kann. Alexa beherrscht zusätzlich die Telefonie über Skype.
Bei der Videotelefonie muss Googles Nest Hub passen – er hat keine Kamera eingebaut. Das Gerät zeigt zwar den Button „Videoanruf via Duo“ an, meckert beim Herstellen der Verbindung dann aber, dass man wegen fehlender Kamera nicht zu sehen ist. Deshalb muss man zu den Lenovo-Produkten greifen, wenn man via Duo videotelefonieren möchte.
Amazon dreht die Videotelefonie auf den Echos eine Stufe höher. Per „Drop In“ kann man auf Wunsch direkt auf zuvor freigegebene Echo-Geräte anderer Amazon-Kunden zugreifen, wenn sie dieser Kommunikationsart zuvor explizit zugestimmt haben. So kann man nach dem Rechten schauen, ohne dass die Gegenseite das Videogespräch aktiv angenommen hat. Blockieren lässt sich der Drop In jederzeit, indem man das Gerät in den Nicht-Stören-Modus versetzt oder einfach die mechanische Kameraabdeckung vor die Linse schiebt.
Der Echo Show 10 ist mit seinem drehbaren Display voll auf die Videokommunikation ausgelegt. Das Gerät versucht, durch Gesichtserkennung und Stimmortung alle Kommunikationsteilnehmer in einem Raum im Blick zu behalten. Dabei folgt das Display einem Sprecher, wenn sich dieser im Raum bewegt. Ein digitaler Zoom verändert den Bildausschnitt, sobald etwa ein zusätzlicher Gesprächsteilnehmer ins Blickfeld der Kamera gerät.
Man kann mit dem Videopartner chatten und sich recht frei im Raum bewegen. Mit mehreren Personen in Bewegung arbeitet der Algorithmus weniger genau, sodass man sich den Fokus teils durch lautes Zurufen zurückerobern muss. Im Großen und Ganzen funktioniert die Personenverfolgung aber schon mit der getesteten Firmware recht zuverlässig.
Fazit
Die sechs Kandidaten decken ein breites Spektrum ab, angefangen vom knuffigen Xiaomi auf dem Nachttisch bis hin zum persönlichen Konferenzsystem Echo Show 10 mit seinem 10-Zoll-Display, das dem Sprecher folgt. Dazwischen lohnt sich – bei weitgehend identischen Assistenzfunktionen – ein genauer Blick auf die Hardware. Für den vollen Funktionsumfang darf das Display nicht zu knapp bemessen sein: 4 Zoll Diagonale wie beim Xiaomi-Wecker bieten einfach nicht genug Raum für eine komplexe Smart-Home-Steuerung.
So punktet Googles Nest Hub zwar mit faszinierender bis gruseliger Schlafsensorik, aber die fehlende Kamera dürfte für viele Interessenten ein Ausschlusskriterium sein. Hier springen die Displays von Lenovo in die Bresche. Sie haben die Kamera, die für Videokommunikation unerlässlich ist, und bieten bis auf das Schlaftracking genauso viele Funktionen. (sha@ct.de)
| Smart Displays | ||||||
| Modell | Echo Show 5 | Echo Show 10 | Nest Hub (2. Generation) | Smart Display 7 | Smart Display 10 | Smart Clock |
| Hersteller | Amazon | Amazon | Lenovo | Lenovo | Xiaomi | |
| Hardware | ||||||
| Prozessor | MediaTek 8163 | MediaTek 8183 | Quad-Core-ARM-CPU | MediaTek 8167S | Qualcomm Snapdragon 624 | k.A. |
| Firmware | 4799221636 | 19294295172 | V. 248666 | 36.13.20.363278682 | 36.13.20.363278682 | 9.42.2.364684219 |
| Display / Touch | 5,5 Zoll / ✓ | 10 Zoll / ✓ | 7 Zoll / ✓ | 7 Zoll / ✓ | 10 Zoll / ✓ | 4 Zoll / ✓ |
| Auflösung | 960 × 480 | 1280 × 800 | 1024 × 600 | 1024 × 600 | 1920 × 1200 | 800 × 400 |
| Bedienelemente | Laut, Leise, Mikrofon-Stumm | Laut, Leise, Mikrofon-Stumm, Kamera-Aus | Mikrofon-Stumm | Laut, Leise, Mikrofon-Stumm, Kamera-Aus | Laut, Leise, Mikrofon-Stumm, Kamera-Aus | Laut, Leise, Mikrofon-Stumm |
| Funktion | ||||||
| Sprachtelefonie | Amazon Alexa, Skype-Telefonie, Vodafone | Amazon Alexa, Skype-Telefonie, Vodafone | Google Duo | Google Duo | Google Duo | Google Duo |
| Videotelefonie | Amazon | Amazon | – (nur eingehende Videos) | Google Duo | Google Duo | – |
| Gruppenanrufe / Drop In | ✓ / ✓ | ✓ / ✓ | ✓ / – | ✓ / – | ✓ / – | ✓ / – |
| Fotos Cloud / lokal | ✓ (Amazon Photos) / – | ✓ (Amazon Photos) / – | ✓ (Google Fotos) / – | ✓ (Google Fotos) / – | ✓ (Google Fotos) / – | ✓ (Google Fotos) / – |
| Audio-Dienste | Prime Music, Spotify, Deezer | Prime Music, Spotify, Deezer | Spotify, Deezer, YouTube Music, Apple Music | Spotify, Deezer, YouTube Music, Apple Music | Spotify, Deezer, YouTube Music, Apple Music | Spotify, Deezer, YouTube Music, Apple Music |
| Video-Dienste | Netflix, Disney+, Mediatheken (ZDF, Arte), Stream Player | Netflix, Disney+, Mediatheken (ZDF, Arte), Stream Player | Netflix, Disney+, Zattoo | Netflix, Disney+, Zattoo | Netflix, Disney+, Zattoo | – |
| Streaming-Protokolle | – | – | Googlecast | – (Googlecast nur bei ausgewählten Diensten) | – (Googlecast nur bei ausgewählten Diensten) | – (Googlecast nur bei Audio) |
| Listen | Any.do, Bing, AnyList, Todoist | Any.do, Bing, AnyList, Todoist | Any.do, Bing, Google | Any.do, Bing, Google | Any.do, Bing, Google | Any.do, Bing, Google |
| Kalender | Google, Microsoft, Apple | Google, Microsoft, Apple | ||||
| Ausstattung | ||||||
| Kamera / Sperre | 1 MP / mechanisch | 13 MP / mechanisch | – / nicht notwendig | 2 MP / mechanisch | 5 MP / mechanisch | – / – |
| Mikrofone / Sperre | 2 / per Software | 1 / per Software | 3 / mechanisch | 2 / mechanisch | 4 / mechanisch | 2 / per Software |
| Lautsprechersystem | mono, 1 × 1,7-Zoll-Breitbandlautsprecher | stereo, 2 × 1-Zoll-Hochtöner, 1 × 3-Zoll-Tiefmittentöner | mono, 1 × 1,7-Zoll-Breitbandlautsprecher | stereo, 2 × 1,5-Zoll-Breitbandlautsprecher | mono, 1 × 2-Zoll-Breitbandlautsprecher | mono, 1 × 1,5-Zoll-Breitbandlautsprecher |
| Anschlüsse | Klinkenbuchse, Micro-USB | – | – | – | – | Micro-USB |
| Sensorik | Umgebungslicht | Umgebungslicht | Radar, Helligkeit, Ultraschall, Temperatur | Umgebungslicht | Umgebungslicht | Umgebungslicht |
| Bluetooth | 5.0 / A2DP (Sender) | 5.0 / A2DP (Sender) | 5.0 / A2DP (Empfänger) | 5.0 / A2DP (Empfänger) | 4.2 / A2DP (Empfänger) | 5.0 / (Empfänger) |
| WLAN | Wi-Fi 5 (802.11a/b/g/n/ac (2,4 GHz/5 GHz)) | Wi-Fi 5 (802.11a/b/g/n/c (2,4 GHz/5 GHz)) | Wi-Fi 5 (WLAN 802.11b/g/n/ac (2,4 GHz/5 GHz)) | Wi-Fi 5 (1x1 WLAN802.11 ac (2,4 GHz/5 GHz )) | Wi-Fi 5 (2x2 WLAN802.11 ac (2,4 GHz/5 GHz)) | Wi-Fi 4 (802.11b/g/n (2.4 GHz)) |
| zusätzliche Funkstandards | – | ZigBee | Thread | – | – | – |
| Messungen | ||||||
| Boot-Zeit | 58 Sekunden | 54 Sekunden | 46 Sekunden | 55 Sekunden | 47 Sekunden | 65 Sekunden |
| Verbrauch: Standby / max. | 2,6 Watt / 4,8 Watt | 6,3 Watt / 12,3 Watt | 2,6 Watt / 5,2 Watt | 1,5 Watt / 6,5 Watt | 3,4 Watt / 8,9 Watt | 1,9 Watt / 3,4 Watt |
| Abmessungen (B × H × T) | 15 cm × 9 cm × 7 cm | 25 cm × 23 cm × 17 cm | 20 cm × 14 cm × 8 cm | 18 cm × 16 cm × 8 cm | 17 cm × 31 cm × 14 cm | 11 cm × 8 cm × 6 cm |
| Bewertung | ||||||
| Ausstattung | ||||||
| Display / Klang | / | / | / | / | / | / |
| Kommunikation | ||||||
| Preis | 90 Euro | 250 Euro | 100 Euro | 100 Euro | 250 Euro | 50 Euro |
| sehr gut gut zufriedenstellend schlecht sehr schlecht – nicht vorhanden ✓ vorhanden | ||||||