Verschlusssache
Das Bildbearbeitungstool Obfuscate macht mit wenigen Klicks sensible Inhalte in Bildern unkenntlich.
Nur um ein paar sensible Stellen in einem Foto oder Screenshot unkenntlich zu machen gleich eine ausgewachsene Bildbearbeitungssoftware wie Gimp starten? Eine Alternative ist das kleine Linux-Programm Obfuscate, das man als Flatpak installiert. Das Tool schwärzt oder verwischt ausgewählte Bildteile, etwa persönliche Daten. Praktisch ist das etwa bei einem Screenshot, den man in einem Online-Forum teilen will, oder einem Scan des Personalausweises für den künftigen Vermieter.
Das Bild lädt man per Dateiauswahl, aus der Zwischenablage oder per Drag & Drop. Letzteres klappt nur, wenn Obfuscate Zugriff auf deren Quellverzeichnis hat, der bei der Installation per Flatpak aber in der Regel fehlt.
Zum Verschleiern von Daten gibt es zwei Funktionen: schwärzen oder stark weichzeichnen. Man wählt einen der beiden Modi aus und markiert per rechteckiger Auswahl den gewünschten Bereich. Hat man den falschen Bereich erwischt, hilft die Rückgängig- und Wiederholen-Funktion. Das Ergebnis speichert man als Datei ab oder kopiert es in die Zwischenablage.
Ein Fehler verhindert aktuell noch das Weichzeichnen mancher Bilder: Die ausgewählten Bereiche werden lediglich stark aufgehellt, wobei die Inhalte weiter lesbar sind. Der Fehler ist dem Entwickler bekannt. Ansonsten verrichtet Obfuscate seine Arbeit zuverlässig und spart Zeit. (ktn@ct.de)
| Obfuscate | |
| Bildbearbeitungswerkzeug | |
| Entwickler |
Bilal Elmoussaoui, https://gitlab.gnome.org/World/obfuscate/ |
| Systemanf. | Linux mit Flatpak |
| Preis | kostenlos (GPLv3) |