c't 19/2021
S. 170
Wissen
Abzocke mit Free2Play

Teures Vergnügen

Mit Zauberbeeren in den Ruin: Kostenfalle „Free to Play“

Der Erfolg von sogenannten Free-to-Play-Games für mobile Geräte ist seit Jahren ungebrochen und beschert der Branche einen Milliardenumsatz. Die auf den ersten Blick kostenlosen Spiele werden häufig auch von Minderjährigen gezockt. Und nicht selten erschrecken sich Eltern dann über überraschende Kosten, die der Nachwuchs durch In-App-Käufe verursacht hat. Praktisch wie juristisch können Sie aber Abhilfe schaffen.

Von Nick Akinci und Joerg Heidrich

Die Spieleindustrie konnte sich in den letzten Jahren über ein stetiges Umsatzwachstum freuen. Sie verdient am Ballerspiel zwischendurch, am interaktiven Quiz oder dem komplexen Strategiespiel. Längst hat das Smartphone Konsolen und PCs als beliebteste Spielplattform abgelöst. Und die Zahlen sind beeindruckend: Während Spielekonsolen, Gaming-PCs und entsprechende Peripherie im Corona-Jahr 2020 den Anbietern in Deutschland rund 3,2 Milliarden Euro in die Kassen spülten, kamen die Anbieter von Games für Smartphones und Tablets in Deutschland auf rund 2,3 Milliarden Euro, eine Steigerung von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im Spiel muss man oft spezielle Währungen wie Edelsteine oder Münzen erwerben. Gerade Kinder können dann nicht mehr erkennen, dass es sich um echtes Geld handelt.

Wie sich die Zahlen genau zusammensetzen, zeigt ein Blick auf die Auswertung durch „game“, den Verband der deutschen Games-Branche. Danach geht der Umsatz mit mobilen Spielen nahezu ausschließlich auf In-App-Käufe zurück. Kaum noch relevant sind dagegen kostenpflichtige Spiele-Apps. Mit solchen Titeln konnte 2020 nur noch ein Umsatz von rund 11 Millionen Euro erzielt werden, also weniger als ein halbes Prozent des Branchenumsatzes.

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