c't 22/2021
S. 132
Test & Beratung
Satelliteninternet von Starlink

Breitband der Sterne

Starlink-Satellitenset im Test

Elon Musks Satelliteninternetprojekt Starlink lässt die Herzen derer höher schlagen, die seit Jahren auf eine schnelle Breitbandanbindung warten. Doch was macht Starlink so besonders? Was taugt das in den Kinderschuhen steckende System?

Von Andrijan Möcker

Sonderlich attraktiv waren Internetanschlüsse über Satellit nie. Zwar kamen in den frühen 2000er-Jahren die ersten Angebote auf, bei denen Fernseh-Satellitenbetreiber Transponder für Internetverkehr abstellten, doch funktionierte die Übermittlung in eine Richtung: Das Senden von Daten (Uplink) lief bei diesen Systemen noch über die herkömmliche Telefonleitung per ISDN oder V.92-Modems. Einige Jahre später flossen Daten auch in Senderichtung über Satellit und so funktioniert das bei Astra, Eutelsat, HughesNet und Co. bis heute – meist teuer, mit hoher Latenz und wenig ungedrosseltem Datenvolumen. Zwischenzeitlich sind neue Angebote ohne großes Aufsehen dazu gekommen, nur Starlink fällt aus der Reihe: Das System des Unternehmers Elon Musk – bekannt durch das Raumfahrtunternehmen SpaceX und die Automarke Tesla – erregt gerade in den unterversorgten ländlichen Gebieten der USA und Europas viel Aufmerksamkeit.

Der Hype gründet nicht nur auf Musks Bekanntheit, denn Starlink macht etwas grundlegend anders: Während die Systeme der alteingesessenen Anbieter einige wenige geostationäre Satelliten (35.786 Kilometer entfernt) nutzen, sind es bei Starlink tausende kleiner Satelliten in erdnahen Orbits (etwa um 550 Kilometer). Statt 120 Millisekunden Signallaufzeit pro Weg und somit mindestens 480 Millisekunden Latenz für Hin- und Rückweg zwischen Antenne und Satellit kommt Starlink unter Idealbedingungen auf rund sieben Millisekunden; die Round-Trip-Time, nicht ganz richtig manchmal Ping-Zeit genannt, soll dadurch insgesamt zwischen 25 und 45 Millisekunden liegen – also auf LTE- oder DSL-Niveau. Dazu bewirbt der Anbieter Downlink-Bandbreiten im zwei- bis dreistelligen Mbit/s-Bereich ohne Fair-Use-Richtlinie und Datenvolumenbegrenzung sowie eine selbstausrichtende Antenne und einfache Einrichtung.

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