c't 23/2022
S. 158
Praxis
Kubernetes
Bild: Albert Hulm

Dickschiffkapitän

Auf dem Lernpfad zum Kubernetes-Kenner, Teil 2

Der Weg zum Kubernetes-Kenner muss nicht steinig sein. Kleine Server und solides Docker-Vorwissen reichen für den Einstieg. Im zweiten Teil der Reihe füllen Sie Ihren Kubernetes-Cluster mit Containern, spielen Updates ohne Downtime aus und lernen verschiedene Administrationsstile kennen.

Von Jan Mahn

Container-Umgebungen funktionieren im Prinzip alle gleich: Im Hintergrund läuft eine Container-Runtime, die Container auf Basis eines Abbildes (Container-Image) startet, den Prozess im Container vom Rest des Betriebssystems trennt und mit Ressourcen wie Netzwerk und Speicherplatz versorgt. Das ist auf einem einzelnen Raspberry Pi mit Docker nicht anders als in einem gigantischen Kubernetes-Cluster, der die Dienste eines Weltkonzerns bereitstellt. Und auch wenn das Prinzip dasselbe ist, gibt es beim Umstieg von Docker auf Kubernetes eine Menge Tücken und Irrwege. Die will diese mehrteilige Reihe vermeiden und Docker-Kennern einen praktikablen Lernpfad aufzeigen. Im ersten Teil haben Sie erfahren, wie aus drei Linux-Maschinen ein Kubernetes-Cluster wird [1]. Einen solchen brauchen Sie für diesen zweiten Teil, ob nun selbstgebaut, im Rechenzentrum Ihres Unternehmens oder bei einem Provider fix und fertig gemietet. Auf Ihrer lokalen Maschine sollte das Kommandozeilenwerkzeug Kubectl installiert und mit den Zugangsdaten des Clusters versorgt sein – all diese Schritte sind in Teil 1 beschrieben.

Der erste Teil endete mit einem kleinen Erfolgserlebnis: Ihr erster Kubernetes-Container lief und zeigte eine Beispielseite auf Port 30000. Die Definition haben Sie aus unserem Beispiel heruntergeladen und in Ihren Cluster gebracht. In diesem zweiten Teil erfahren Sie, wie die YAML-Definitionen funktionieren. Damit Sie wieder mit einem leeren Cluster starten, müssen Sie zunächst aufräumen, wenn Sie das Beispiel bereits im Cluster laufen haben:

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