c't 26/2022
S. 168
Praxis
Linux-Audiogeräte umbenennen

Namenswandel

Audiogeräte unter Linux mit WirePlumber aufräumen

Wie angeschlossene Audiogeräte heißen, teilen ihre Treiber dem Betriebssystem mit – das klappt auch unter Linux. Doch nicht immer sind die Namen verständlich. Mit wenigen Kniffen passt man die Bezeichnungen systemweit an, um beim Wechsel des Mikrofons oder Lautsprechers immer das gewünschte Audiogerät zu erwischen.

Von Keywan Tonekaboni

Hört ihr mich jetzt?! - Die Videokonferenzsoftware hat mal wieder den falschen Audiokanal ausgewählt und die anderen Teilnehmer warten ungeduldig. Doch die Einstellungen zeigen nur unverständliche Namen: Da weiß man auf den ersten Blick gar nicht, welches Audiogerät man wählen soll. Manchmal sind auch mit der Marketingabteilung die Pferde durchgegangen: Namen wie „Tiger Lake-LP Smart Sound Technology Audio Controller“ sprengen jedes Dialogfeld. Wir zeigen, wie Sie mit einem Konfigurationsskript für den Multimedia-Sitzungsmanager WirePlumber die Namen der Audiogeräte ändern.

Bei modernen Linux-Systemen sind mehrere Komponenten für die Audiogeräte verantwortlich. Im Kernel bildet ALSA (Advanced Linux Sound Architecture) die Treiberschicht. Auf die ALSA-Schnittstellen greift ein Soundserver im Userspace zu, der als Mittler zwischen den Anwendungen und dem Treiber agiert und die parallele Nutzung desselben Audiokanals durch mehrere Anwendungen erlaubt. Bisher war das vor allem PulseAudio, das aber immer mehr Distributionen durch das Multimedia-Framework PipeWire ersetzen. Bei Fedora kümmert sich PipeWire schon seit Version 34 um die Audiogeräte, bei Ubuntu erst seit Version 22.10. Für ältere Versionen wie Ubuntu 22.04 LTS ist PipeWire aber in den Softwarequellen enthalten [1].

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