c't 3/2023
S. 73
Test & Beratung
Geige aus dem 3D-Drucker

Polymerfiedel

Geige aus dem 3D-Drucker

Die Hovalin ist eine Geige, deren Korpus, Hals und Steg ein 3D-Drucker produziert. Wir haben sie für den Test gebaut und von einem Profi spielen lassen.

Von Pina Merkert

Der Bau einer Geige ist eine hohe Handwerkskunst, denn für einen guten Klang muss der Korpus mit den Schwingungen der Saiten resonieren. Die meisten Geigen werden daher auch heute einer jahrhundertealten Tradition folgend aus Holz gebaut. Violinisten wird es jedoch überraschen, dass man eine funktionierende Geige (volle Größe: 4/4) weitgehend automatisch mit einem 3D-Drucker produzieren kann. Das 3D-Modell kommt von Hovalabs, von deren Webseite man es kostenlos herunterladen kann. Zusätzlich benötigt man noch ein Carbonrohr, vier Saiten und vier Gitarrenwirbel. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 50 Euro.

Wir haben den Körper der Hovalin mit transparentem PLA gedruckt, wodurch er diffus durchsichtig wird. Hals und Steg bestehen aus schwarzem PLA. Das Carbonrohr zur Verstärkung, die Gitarrenstimmer und die Saiten kauft man für knapp 40 Euro dazu.
Wir haben den Körper der Hovalin mit transparentem PLA gedruckt, wodurch er diffus durchsichtig wird. Hals und Steg bestehen aus schwarzem PLA. Das Carbonrohr zur Verstärkung, die Gitarrenstimmer und die Saiten kauft man für knapp 40 Euro dazu.

Für die Geige braucht man einen 3D-Drucker mit einem größeren Bauraum als üblich: Sein Druckbrett sollte in einer Richtung mindestens 30 Zentimeter Kantenlänge haben und er muss ein 36 Zentimeter hohes Objekt produzieren können. Als Material empfiehlt Hovalabs normales PLA („polylactic acid“, ein aus Pflanzen hergestellter Kunststoff, aus dem auch viele Verpackungen mit dem Recyclingcode 1 bestehen), das auch günstige Drucker ohne Gehäuse verarbeiten. Den Korpus der Geige druckt man stehend, den Hals seitlich liegend.

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