c't 2/2024
S. 68
Wissen
Gaza-Krieg
Bild: Abed Rahim Khatib/dpa

Fiasko an der Technikfront

Israels Vertrauen in „intelligente“ Militärtechnik mit fatalen Folgen

Wie konnte das passieren? Das fragen sich Experten in Israel nach dem Versagen der teuren Verteidigungssysteme am 7. Oktober. Erste Analysen deuten auf eine zu große Technikgläubigkeit hin.

Von Andreas Schuchardt

Der Überraschungsangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 versetzte Israel einen großen Schock. Die mit Hightech-Zäunen abgeriegelte Grenze zum Gazastreifen galt vielen als unüberwindbar. Zwei Jahre nach der großen israelischen Militäroperation „Protective Edge“ im Jahr 2014 hatte man den Bau einer umfangreichen Sperranlage inklusive „Anti-Tunnel-Barriere“ beschlossen. Das Hightech-Projekt kostete 3,5 Milliarden Schekel (heute 870 Millionen Euro) und war Teil der sogenannten „intelligenten und tödlichen Grenze“, die bereits im Norden des Gazastreifens erprobt worden war.

Die Grenze ist unter anderem mit Sensoren, zahlreichen Überwachungskameras, mobilen Robotern und Militärdrohnen gesichert. Der ehemalige Verteidigungsminister Benny Gantz meinte: „Die Sperranlage ist ein überlegenes technisches und erfinderisches Projekt. Sie bietet ein Gefühl der persönlichen Sicherheit, das es dieser schönen Region ermöglichen wird, weiterzuwachsen“. Der ehemalige Generalstabschef der israelischen Armee Gantz gehört zurzeit zum dreiköpfigen Kriegskabinett und gilt als möglicher Nachfolger von Benjamin Netanjahu.

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