Leserforum
In meiner Cloud notiert
18 Programme, mit denen Sie Ihre Notizen und Ihr Wissen organisieren, c’t 28/2024, S. 90
Ich habe einiges aus der Liste ausprobiert. Apple Notes zum Beispiel verwende ich immer noch für Reminder etwa zu Weihnachtsgeschenken. Aber für meine ganzen normalen, suchbaren Notizen verwende ich mittlerweile ausschließlich QOwnNotes mit meiner Nextcloud-Instanz.
QOwnNotes gibts für alle meine benutzten Betriebssysteme (Linux, Windows, macOS) und fürs Lesen am Handy, das ich in dem Kontext eher wenig verwende, den Webclient. Am iPad benutze ich einen Markdown-Editor direkt über das Nextcloud-Filesystem.
Die Notizen sind Markdown-Files, die über QOwnNotes gemeinsam durchsuchbar und verwaltbar sind, beziehungsweise, wenn ich über den Webclient komme, als einzelne Markdown-Notizen gesucht und editiert werden können. Mit Nextcloud bleiben die Notizen synchron über alle meine Geräte und OS und keine Daten gehen in irgendeinen gemieteten Clouddienst.
allgoodthings
Zu viele Fesseln
EU und Deutschland: Der holprige Weg ins digitale Zeitalter, c’t 28/2024, S. 126
Vielleicht sollte man das Rennpferd mal etwas fördern, statt ihm immer mehr und mehr Fesseln anzulegen. Das führt nämlich zu nicht mehr Leistung, sondern viel weniger. Wenn man mittlerweile schaut, was sich da alles aufgestapelt hat an Gesetzesfesseln (DSGVO, Article 13 Upload Filter, Digital Services Act, Data Act, Digital Markets Act, AI Act, Cyber Resilience Act …), dann wird klar, warum die EU immer mehr zurückfällt. Mit der Konkurrenz aus dem Silicon Valley, wo keines dieser Gesetze existiert, kann man schon lange nicht mehr konkurrieren.
Schuld sind ja nicht nur die Gesetzeslawinen der EU, sondern auch eine totale Neophobie, die weit verbreitet ist. Diese Einstellung sieht man zum Beispiel in der fehlenden Start-up-Finanzierung, in der Überzeugung, dass eine neue Idee nicht funktionieren kann, und in der pechschwarzen Überzeugung, dass alles, was man in IT wagt, immer schiefgehen muss/wird.
ErdenAdmin
Mailausdrucker
Wir sind rückständige Mimosen und stolz darauf. „Nur Bares ist Wahres“, Digitalisierungen werden mit Verweise auf „ältere Menschen“ rundweg abgelehnt, Behörden drucken im Erdgeschoss Mails aus und scannen sie im ersten Stock wieder ein. In den Firmen denkt man, Software sei so etwas wie ein Drucker, das kauft man einfach ein, und fällt damit hinter die Konkurrenz zurück. Ich frage mich, wie man das ändern kann. Wachen wir irgendwann auf?
Gently__
Lust vergangen
Urheberrechtsprobleme mit Drohnenaufnahmen im öffentlichen Raum, c’t 28/2024, S. 156
Wollte mir auch mal eine Drohne kaufen. Aber nachdem ich mich in die Regularien eingelesen hatte, war mir die Lust darauf vergangen. Und dieser Artikel hier setzt noch eins obendrauf.
DeltaTango
Gegen jeden Verstand
Apples iPhone 16 gegen Googles Pixel 9, c’t 27/2024, S. 24
Diese überteuerten, dafür aber funktionslosen sogenannten Flaggschiffe sind ein Armutszeugnis der Ingenieurskunst. Kein Wechselakku, kein Wechselspeicher. Ausrede Staub und Wasserfestigkeit. Es geht bei diesen Dingern, wie bei allen Smartphone-Flaggschiffen, nur noch um Profitmaximierung und Datenabzug für Werbung und KI. Damit gegen jede Nachhaltigkeit und jeden Verstand.
Stephan Lenk
Humorlos
Leserbrief „Inhaltsleere Sätze“ zum Bit-Rauschen in der vorangegangenen Ausgabe, c’t 27/2024, S. 8
Mal wieder ein Beispiel des echt humorlosen Deutschen. Für solche Leute kommt ja demnächst die für sie glückliche Zeit, bei der ihnen deutlich gezeigt wird, dass es sich um etwas nicht ganz Ernstes handle: „Tadaa, Tadaa, Tadaa ...“
Im Ernst, die ganze c’t besteht aus Texten, die ziemlich humorfrei verfasst sind. Da ist es sehr schön, dazwischen einen Artikel mit etwas leichterem Text zu finden. Wenn deswegen für einige wenige Personen die Welt untergeht, ist das nicht sehr von Belang.
Peter Leutwiler
Bauchschmerzen mit Glasfaser
Die Zeit des Internet per Telefonleitung läuft ab, c’t 27/2024, S. 14
Nachdem wohl die dringendsten/lukrativsten Gebiete in der Region mit Glasfaser versorgt sind, soll jetzt auch hier Glasfaser von Deutsche Glasfaser (DG) kommen, obwohl per DSL bis 250 MBit/s möglich sind. Ich habe natürlich, aber eben mit Bauchschmerzen, unterschrieben, denn an Glasfaser wird man mittelfristig nicht vorbeikommen, und falls DG tatsächlich ausbaut, wird auch kein Mitbewerber hier anbieten.
Aber meine Bauchschmerzen sind, dass ich zu Hause die Familien-Nextcloud betreibe und auch weitere Dienste von unterwegs nutze. Von DG bekommt man IPv4 aber nur per CG-NAT und im Zusammenspiel mit IPv4 nur per NAT beim Mobilfunkprovider befürchte ich Verbindungsprobleme.
Norbert Kolhoff
Kein freier Markt
Technisch gesehen ist ein Glasfaseranschluss optimal. Die Anschlussmöglichkeit in Deutschland scheitert aber an der fehlenden Koordinierung durch die Behörden. Es dem Markt zu überlassen, der ja keiner ist (natürliches Monopol), ist beispielhaft für die Unfähigkeit unserer staatlichen Stellen (Legislative und Exekutive).
Wo hängt es besonders? Die Glasfaseranbieter schaffen sich lokale Monopole und bis auf Eigenheimbesitzer sind alle auf die Mitwirkung ihres Vermieters angewiesen, der die Verkabelung in die Wohnung von der Straße aus bezahlen muss (bei Kupfer ist das anders).
Die Anbieter müssen verpflichtet werden, die Glasfaser bis in die Wohnung auf ihre Kosten zu verlegen. Der Vermieter muss zur Duldung verpflichtet werden, noch besser zur Mitwirkung. Mietsteigernd darf das nicht sein, denn Netzwerk ist inzwischen so eine Daseinsvorsorge wie Wasser und Strom.
Die Leitungen müssen für alle Anbieter zu fairen Preisen geöffnet werden, damit Monopole vermieden werden. Ohne Wettbewerb wird das nichts. Anbieter ohne Kabel sollten zunächst nicht im Markt aktiv werden, damit die verlegenden Anbieter ein Interesse an der Erschließung haben. Die Preise und Bedingungen sollten von der Bundesnetzagentur überwacht und begrenzt werden.
Dr. Andreas Tomiak
Geld nur für Einzelkonten
Postbank setzt auf Läden statt Automaten für Bargeld, c’t 26/2024, S. 40
Es genügt nicht, ein Girokonto bei der Postbank zu haben und die Postbank-App zu nutzen. Es muss sich auch um ein Einzelkonto handeln. Bei einer so abwegigen Konstellation wie einem gemeinsamen Konto von Ehepartnern gibt es also kein Geld an der Ladenkasse.
Ronni Celler
Austausch über Bedürfnisse
Standpunkt „Die Überlösung“, c’t 26/2024, S. 3 und „Großprojekt des Bundes ‚Mein Bildungsraum‘ in der Kritik“, S. 128
Es ist verständlich, dass 630 Mio. Euro, die in „irgendwas mit Computern“ investiert werden, keine sinnvolle Investition sind. Allerdings muss ich sagen, dass mir die aktuellen Bildungsclouds, die mir bisher unterkamen, nicht wirklich zugesagt haben. Unsere Schule hat sich, anders als viele andere Schulen in Köln, aus Datenschutzgründen gegen MS Teams entschieden. Stattdessen setzten wir auf die dBildungscloud vom Hasso-Plattner-Institut. Leider sind der Umgang und die Administration dieser Lösung alles andere als angenehm und die Stimmen im Kollegium, doch endlich auf das gut funktionierende MS Teams zu wechseln, werden immer lauter.
Was ich mir als Lehrer allerdings viel mehr wünschen würde, wäre ein Austausch über die wirklichen Bedürfnisse von Lehrerinnen und Lehrern, denn da fragt irgendwie niemand nach. Und das sind definitiv keine Klassensätze mit Raspis, wie Sie dieses vorschlagen, sondern vielmehr gut nutzbare, aufeinander abgestimmte Softwareprodukte, die dem Lehrpersonal die maximale Freiheit in der Lehre ermöglichen, einfach zu bedienen, bei vollständiger Kontrolle und Datenhoheit über die Ergebnisse der Schüler und Schülerinnen.
Ich persönlich würde mir beispielsweise eine Discord-Alternative, selbst gehostet, im Open-Source-Bereich wünschen, ausgestattet mit H5P und einem quelloffenen und kostenfreien Padlet dabei. Wenn dann noch spezielle Chatbots für die Fächer Deutsch, Mathe, Englisch und Französisch/Latein, angepasst an das jeweilige Lehrwerk der Schule, dazu kämen, könnte ich mein Glück kaum fassen.
N. Borchert
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