Pinguin statt Windows on ARM
Ubuntu 24.10 auf Notebooks mit Snapdragon-X-Elite
Linux ist auf Notebooks mit Snapdragon-X-Elite-Chips angekommen, zumindest in Form eines experimentellen Ubuntu-Images. Wir haben uns angesehen, wie sich der Pinguin auf dieser frischen Plattform schlägt und welche Hürden es noch zu überwinden gilt.
Als wir im Sommer vergangenen Jahres den ersten großen Schwung Windows-on-ARM-Notebooks mit Copilot+ getestet haben, hat viele Leser eine Frage besonders interessiert: „Und was ist mit Linux?“ Viele Pinguinfreunde erhofften sich mobile Workstations mit langen Akkulaufzeiten, so wie es Apple bei den MacBooks mit M-Chips vorgemacht hat. Qualcomm, der Hersteller der verbauten Snapdragon-X-Elite-Prozessoren, versprach vor dem Launch beim Linux-Support anzupacken, und wie gut Linux sich mit der ARM64-Architektur versteht, zeigen Erfolgsgeschichten wie der Raspberry Pi. Eine gute Ausgangslage, könnte man meinen, aber die Antwort auf die Frage nach den ersten Tests lautete: Mit Linux ist erst mal nicht viel. Das einzige Habitat für den Pinguin tat sich im WSL (Windows Subsystem for Linux) auf.
Inzwischen hat sich in Sachen Snapdragon und Linux aber einiges getan. Im November vergangenen Jahres veröffentlichte der Linux-Distributor Canonical ein sogenanntes Konzept-Image, das auf die Snapdragon-Notebooks zugeschnitten ist. Es baut auf Ubuntu Desktop 24.10 auf und ist zurzeit die einfachste Möglichkeit, eine Linux-Distribution „bare metal“ auf ein Snapdragon-Notebook zu bekommen. Ganz ohne Virtualisierung geht es nicht, aber dazu später mehr.