iX 11/2018
S. 70
Report
Agile Softwareentwicklung
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Erfolgreich auf crossfunktionale Teams umstellen

Gruppendynamik

Crossfunktionale Teams bringen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen zusammen. So können Arbeitsprozesse und Kommunikationswege effizient gehalten werden. Ein Umstieg auf autonome, crossfunktionale Teams ist in der Praxis nicht einfach, bringt aber Vorteile.

Produktmanagement und Produktentwicklung sind Teamsportarten. Sobald mehr als eine Fachabteilung in der Organisation existiert und diese interagieren, entstehen Reibungen und Reibungsverluste. Sie führen schnell zu einer Abnahme der Dynamik und einem Geschwindigkeitsverlust.

Diese Reibungen haben zahlreiche Produktmanagementdisziplinen und Frameworks entstehen lassen, die unterschiedlich mit den immer gleichen Fragen umgehen: Wie können innerhalb und zwischen den Teams Anforderungen, Abhängigkeiten, Umsetzung und Kommunikationsprozesse effizient gestaltet werden?

Ein inzwischen populärer Ansatz im agilen Umfeld sind autonome, crossfunktionale Teams. Seinem Wortsinn nach reduziert der Ansatz der Autonomie die Überschneidungen und Abhängigkeiten der Teams untereinander. Was in der Theorie einleuchtend und einfach klingt, ist in der Praxis mit einigen Hürden und besonderen Herausforderungen für Unternehmen und Mitarbeiter verbunden, die sich in einem agilen Transformationsprozess befinden.

Crossfunktionale Teams

Meist werden crossfunktionale Teams rein auf die Programmierung reduziert verstanden. Sie ähneln dann eher einem klassischen Scrum-Team, bestehend aus einem Product Owner und einigen Engineers, im besten Fall noch begleitet durch einen Scrum Master. Das Berliner FinTech Raisin GmbH versteht und lebt crossfunktionale Teams ganzheitlich und pragmatisch im Sinne einer Zusammenarbeit über alle Entwicklungsstufen und die gesamte Wertschöpfungskette eines Produkts. Das bedeutet, dass sich das Team im Idealfall bereits in der Produktevaluierung und Ideenfindungsphase, der Product Discovery, findet und formt. Es arbeitet langfristig ausgelegt bis über den Launch hinaus in allen notwendigen Disziplinen zusammen.

Das Team ist von der Idee bis zur Marktreife und der weiteren Optimierung gemeinsam für den Produkterfolg verantwortlich. Die Gruppe setzt auf Selbstorganisation. Hierfür wird ihr vom Management weitestmögliche Autonomie gewährt, eigene Entscheidungen zu treffen – immer sowohl im Sinne des Nutzers als auch des Unternehmens.

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