iX 8/2020
S. 72
Review
Mobiles Arbeiten

BigBlueButton: Videokonferenzen und mehr

Auf Knopfdruck

Christian Böttger

Das freie Videokonferenzprogramm BigBlueButton setzt auf Daten­sicherheit und lässt sich on Premises betreiben. Darüber hinaus bietet es weitere Vorzüge und lässt sich in andere Pakete integrieren.

Manchmal funktioniert es schneller, als man denkt – bedingt durch die COVID-19-Pandemie müssen auf die Schnelle viele Arbeitsabläufe auf online umgestellt werden: Die Mitarbeitenden sind soweit möglich im Homeoffice, reisen ist fast nicht möglich, international reisen schon gar nicht, für zwei Stunden Besprechung durch die halbe Republik fahren ist auch out – aber natürlich bleibt die Notwendigkeit, sich abzustimmen, eben sich zu besprechen. Ein weiterer Punkt: Veranstaltungen sind eingeschränkt – Lehrangebote aller Art, ob nun Schule, Universität, Computerkurse, berufliche und private Weiterbildung, müssen plötzlich ebenfalls online abgehalten werden. Die weltweiten Kontaktbeschränkungen und Lockdowns haben uns als Gesellschaft kalt erwischt – Digitalisierung ist plötzlich nicht mehr nur etwas für Nerds, Zukunftspropheten und Großkonzerne – wir alle sind auf ­einmal gezwungen, uns damit aktiv auseinanderzusetzen. Dieser Artikel widmet sich dabei nur einem Aspekt: den Webkonferenzen.

Ein Blick auf die Hintergründe

Plötzlich werden sie zum Star: bisher unbekannte Tools, mit denen sich Onlinetreffen realisieren lassen. Da gibt es die Platzhirsche wie Cisco WebEx, Adobe Connect und Co.: erprobte kommerzielle Pakete, oft hochskalierbar bis zu mehreren Tausend Teilnehmenden. Bisher waren sie eher Konzernen vorbehalten, denn sie haben eins gemeinsam: Sie sind nicht billig. Derzeit überbieten sich zwar alle Anbieter mit Corona-Rabatten, aber die dürften nicht von Dauer sein. Dazu kommt: Es sind alles Produkte, die beim Anbieter laufen. Für den beruflichen Einsatz kommen damit nicht nur Kosten auf die Firma zu, sondern es gilt auch, den Datenschutz zu beachten: Ein Auftragsdatenverarbeitungsvertrag muss her. Derzeit schaut da vielleicht niemand so genau hin – aber es handelt sich um Videodaten, und damit immer sofort um sensible persönliche Daten. Natürlich gibt es auch Open-Source-Ansätze. Der bekannteste dürfte wohl Jitsi sein. Jitsi ist allerdings nicht auf Onlinelehre und -training ausgelegt.

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