iX 11/2021
S. 45
Markt + Trends
Retrospektive

Vor 10 Jahren: Merkel setzt auf BYOD

BlackBerry hatte es schwer gegen die Touchscreen-Konkurrenz, doch die Bundeskanzlerin regierte lange mithilfe der Tastengeräte.

16 Jahre lang hat Angela Merkel als Bundeskanzlerin die deutsche Regierung angeführt. Während ihr Vorgänger Gerhard Schröder meinte, mit „Bild, BamS und Glotze“ regieren zu können, etablierte sich Angela Merkel schnell als „Handy-Kanzlerin“. Die BlackBerrys waren ihre erklärten Lieblingsgeräte. Vor 10 Jahren bekam Merkel ihr erstes Tablet, ein BlackBerry Playbook. Unter dem Titel „Spielhälfte“ beschäftigte sich Volker Weber in der iX 11/2011 mit dem neuen Gerät. Es hinterließ bei ihm einen durchwachsenen Eindruck, während Merkel seinerzeit ganz angetan von dem kleinen Tablet war.

Sie regierte bevorzugt per SMS in äußerst knappen Mitteilungen. Dafür waren die Tastenhandys von BlackBerry bestens geeignet. Die nötige kryptografische Sicherheit für das Kanzlerinnen-Handy kam von der Firma Secusmart, die mit dem kanadischen Hersteller RIM eng kooperierte. Später kaufte RIM Secusmart. Mit der Verbreitung von Smartphones und Tablets entstand in allen sicherheitskritischen Unternehmen das BYOD-Problem (Bring Your Own Device). Plötzlich brachten die Chefs und Manager ihre Geräte mit ins Büro, vor allem die iPads von Apple. Mit seinem Playbook versuchte RIM, den Albtraum der Administratoren zu verhindern. Das Konzept war denkbar einfach: Vertrauliche, unternehmenskritische Daten blieben auf den BlackBerry-Handys gespeichert, konnten aber über eine verschlüsselte Bluetooth-Verbindung namens BlackBerry Bridge auf dem Playbook angezeigt werden. Das Konzept überzeugte sicherheitstechnisch, ließ sich jedoch nicht in nennenswerten Stückzahlen umsetzen. Das zentrale Problem wurde in der Rezension genannt: In der App-World von BlackBerry sah es sehr traurig aus.

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