Open-Source-Alternativen zu NetApp und Co.
Immer weniger Geld für immer teurere Hard- und Software: SAN- und NAS-Appliances von Dell-EMC, NetApp und anderen sind für viele Firmen schlicht nicht mehr erschwinglich. Open-Source-Alternativen wie Ceph, DRBD und DAOS stellen Block- und File-Storage viel günstiger und ohne Hersteller-Lock-in bereit.
Schon in den frühen 2000ern legte man für eine brauchbare NAS-Appliance von EMC, IBM, HP oder NetApp leicht den Gegenwert eines gehobenen Mittelklassefahrzeugs auf den Tisch und für ein SAN-Storage derselben Anbieter den von zwei luxuriös ausgestatteten S-Klasse-Wagen. Viel geändert hat sich zumindest bei den Preisen von NAS-Appliances bis heute nicht. Dabei leisten sie eigentlich relativ banale Arbeit.
Zugegeben: Sie sind mit tollen grafischen Managementschnittstellen ausgestattet und nehmen Admins einen großen Teil der Arbeit ab. Ganz grundsätzlich aber gilt: Wer iSCSI- oder NVMe-oF-LUNs für seine VMs braucht oder ein zentral geteiltes POSIX-Dateisystem, der könnte das relativ einfach auch mit den Bordmitteln einer Linux-Distribution bauen. Das ist dann zwar weniger komfortabel, aber deutlich billiger. Vielerorts war das aber kein Faktor; den Aufpreis beim Storage nahm man in Kauf, weil man sich damit einfache Wartbarkeit und geringen operativen Aufwand erkaufte.