Vor 10 Jahren: Als Augmented Reality noch begeistert hat
Vor zehn Jahren war Augmented Reality noch ein Hype. Das mittlerweile in der Wirtschaft stiefmütterlich vernachlässigte Thema zeigt sein Potenzial aktuell allerdings beim Überwachen und Deanonymisieren von Menschen.
In der iX 12/2014 konnte Augmented Reality (AR) noch begeistern: Im Artikel „Eyecatcher: Augmented Reality – das nächste Massenmedium?“ beschrieben die Autoren der FH Düsseldorf, was es braucht, um eine Echtzeitverbindung zwischen Objekten der realen und der virtuellen Welt zu schaffen. Stand 2014 schien Hardware wie Tiefensensoren, Wärmebildkameras und spezielle Brillen einen kommerziellen Einsatz greifbar zu machen. Dazu kamen Ideen für spezialisierte Chipsätze für AR-Anwendungen und passende Software für neue Algorithmen. Die Autoren hofften darauf, dass Unternehmen das hohe Potenzial der Technik erkennen würden.
Verbraucher überzeugte das Konzept von AR damals durch Spielereien: Das interaktive Medienprojekt Public Brewing von Studenten der FH Düsseldorf und der Düsseldorfer Brauerei Uerige begeisterte die iX-Redaktion so sehr, dass man es im darauffolgenden Jahr auf dem eigenen CeBIT-Stand zeigte. Beim Brauvorgang einer eigenen Flasche Altbier konnten Anwender dabei durch die Kamera eines Tablets virtuellen Arbeitern beim Produzieren zuschauen und digitale Nachrichten in die Flasche schmuggeln.