secIT 2025 – alte Gefahren in neuem Gewand
Auf der von heise medien ausgerichteten IT-Security-Konferenzmesse zeigt sich KI weiter als großer Gefahrenmultiplikator. Die moderne Cloud- und Lieferkettenkomplexität potenziert Sicherheitsrisiken.
Vom 18. bis zum 20. März öffnete die secIT wieder ihre Tore, die in Hannover ansässige IT-Security-Messe, die heise medien ausrichtet. iX-Lesern wird der eine oder andere Name von Referenten schon bekannt vorgekommen sein. Im Fokus standen redaktionell ausgewählte Inhalte für CISOs und Admins, kuratiert von iX-Redakteurin Ute Roos und c’t-Redakteur Dennis Schirrmacher. Dabei erreichte die Messe dieses Jahr neue Bestmarken: vier statt wie bisher zwei Bühnen, über 4.000 Teilnehmer, 140 Aussteller und 21 Kilo gemahlene Espressobohnen. Zusammen mit der Nürnberger IT-sa und der IT-Defense in Leipzig bildet die secIT damit ein mittlerweile fest etabliertes Dreieck in der deutschen IT-Security-Szene – ein Pflichttermin, meint ein nicht namentlich genannter Beamter der Bundespolizei.
Am 18. März hielt die secIT Workshops von Incident Response bis Identity Management bereit, an den beiden Messetagen konnten Besucher zwischen 50-minütigen redaktionellen und 20-minütigen gesponserten Vorträgen wählen. Darüber hinaus setzte die secIT einen neuen Schwerpunkt mit einer eigenen Bühne für „Women in Tech“. Dort berichtete zum Beispiel Wissenschaftsjournalistin Eva Wolfangel über ihre Erfolge beim durchaus sicherheitsrelevanten Überlisten von KI-Modellen, auch beim Panel mit Prof. Anett Mehler-Bircher, Securityexpertin Tania Khasal von der VW-Tochter CARIAD und Beraterin Sarah Kisliuk ging es um Chancen und Risiken von KI in der IT-Security. Ein anderes anderthalbstündiges Panel widmete sich dem Thema NIS2 und beleuchtete sowohl die Sinnhaftigkeit als auch Umsetzungswege der Regulierung. Das Fazit der Expertinnen und Experten: Letztlich verlangt NIS2 keine Sicherheitsmaßnahmen, die nicht sinnvoll wären, und zwingt Unternehmen dazu, sich mit dem Thema IT-Sicherheit zu beschäftigen – was sowieso jedes Unternehmen dringend tun sollte.