Tschüss, Home-Button!
Nun hat es auch mich erwischt. Nach vier Jahren gab mein geliebtes iPad mini 2 den Geist auf. Genauer gesagt, der Home-Button klemmte.
Hätte ich es wissen müssen? Etliche Bekannte verwendeten schon seit langem AssistiveTouch auf ihren iOS-Geräten – vorsorglich, um die Mechanik des Knopfes zu schonen. Doch mir reichte der virtuelle Home-Button nicht aus. Ein kleines Plastikteil zu tauschen, kann ja nicht so viel kosten. Dachte ich.
Weit gefehlt. Apple repariert den Defekt nicht, sondern tauscht das ganze iPad gegen ein baugleiches, generalüberholtes. Für 230 Euro! Viel zu teuer für so ein altes Gerät. Aktuellere iPads sind wesentlich flotter und haben coole Features, zum Beispiel den Fingerabdrucksensor (vgl. Ratgeber Gebrauchtgeräte ab Seite 94). Doch der sitzt immer noch auf einem mechanischen Knopf. Davon habe ich nun eigentlich genug.
Vielleicht sollte ich warten, bis Apple etwas Grundlegendes verändert. Gerüchteweise hält Face ID demnächst auch beim iPad Einzug. Entsperren per Gesicht, das wär's doch. Neidisch blicke ich zum Kollegen hinüber, der ständig sein neues iPhone X in der Hand hält. Kein rückständiger Knopf mehr, der verschleißen kann, und ein beinahe randloses OLED-Display. Toll! So wünsche ich mir auch mein nächstes iPad.
Bis Apple ein solches „iPad X“ auf den Markt bringt, muss mein altes noch etwas durchhalten. Ich konsultierte den Handydoktor meines Vertrauens: Für 69 Euro hat er dem mini 2 einen neuen Home-Button eingesetzt. Nun funktioniert es wieder wunderbar.
Mein Kollege hatte übrigens ein Montagsgerät erwischt: Nach knapp einer Woche reagierte der Touchscreen des iPhone X nicht mehr. Apple tauschte das Gerät zwar anstandslos aus, aber seine Euphorie war erstmal dahin.
Solche Kinderkrankheiten sind hoffentlich geheilt, bis das erste iPad mit OLED-Display kommt – und ohne Home-Button.