Mac & i 3/2023
S. 142
Report
Apple
Bild: www.iStock.com, Wirestock; Montage: Mac & i

Auf nach Indien

Apple will mehr Geräte im größten Land der Welt fertigen und verkaufen

Mit Produktionsstätten in China konnte Apple zum erfolgreichsten Smartphone-Hersteller der Welt aufsteigen. Die Coronapandemie und andere widrige Umstände erzwingen nun eine Kurskorrektur. Um die Abhängigkeit von China zu reduzieren, nimmt Apple Indien ins Visier. Dort lockt auch ein riesiger, bislang fast unerschlossener Markt.

Von Christoph Dernbach

Mit der Bilanz des Weihnachtsgeschäfts 2022 (siehe Mac & i 2/23, S. 132) konnte Apple-Chef Tim Cook nicht zufrieden sein. Zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren schrumpften die Quartalseinnahmen, obwohl die im September vorgestellten neuen iPhone-Modelle bei der Kundschaft enorm gut ankamen. Allerdings konnte Apple längst nicht alle Bestellungen bedienen, weil die Fabriken von Foxconn und anderen Partnern in China wegen einer konfusen Covid-19-Politik der chinesischen Regierung wochenlang nicht unter Volllast produzieren konnten. Das Corona-Chaos in China machte überdeutlich, dass Apple seine Produktionsstrategie viel breiter aufstellen muss. Eine maßgebliche Rolle soll dabei Indien spielen.

In den Anfängen von Apple zu Beginn der 80er-Jahre setzte Steve Jobs noch auf futuristische Fabriken in den USA und Irland. Bei der Vorstellung des ersten Apple Macintosh prahlte der Mitbegründer noch damit, dass es sich um „eine Maschine handelt, die in Amerika hergestellt wird“. Doch nach seiner Rückkehr ließ Jobs sich von seinem damaligen Logistik-Experten Tim Cook überzeugen, dass eine Produktion in Asien sich besser rechnet. Dabei ging es nicht nur um die niedrigen Löhne für die Arbeiter in China und anderen asiatischen Ländern, sondern um zwei andere Aspekte: Fabriken in Asien konnten sich schneller vergrößern und verkleinern, also auf eine dynamische Nachfrage reagieren. Und auch bei den Lieferketten konnten Produzenten in China den Bedarf besser befriedigen als solche in den USA.

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