Make 1/2019
S. 32
Projekt
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Personen zählen mit WLAN-Sniffer

Wie lang ist die Schlange in der Mensa? Passen noch Leute in den Bus? Zu wissen, wie viele Personen an einer Stelle sind, hat zahlreiche sinnvolle Anwendungen. Wir bauen aus einem günstigen Modul und mit etwas Software aus dem Projekt Paxcounter unseren eigenen Personenzähler, der clever die WLAN- und Bluetooth-Signale von Handys nutzt, um uns eine ungefähre Abschätzung der Personenzahl zu ermöglichen.

Ohne den Einsatz von Kameras werden wir abschätzen, wie viele Personen ungefähr zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Ort sind. Unser Pax-Zähler zeigt die Anzahl der Personen in einem Bereich an und kann sie auch über das The Things Network versenden. „Pax“ steht hier für „Personenanzahl“ (englisch persons approximately) und stammt aus dem Luftfahrtjargon. Sehr viele Menschen haben heute ein Smartphone in der Tasche. Solange dies nicht im Flugmodus ist, versucht es, alle paar Sekunden nachzusehen, ob es rundherum WLAN-Stationen gibt, oder sich mit einem bekannten Bluetooth-Gerät zu verbinden. Dabei sendet es kleine Datenpakete. Diese fängt unser Paxcounter auf.

Dazu muss der Netzwerkcontroller in den Monitor Mode versetzt werden können, bei dem sämtliche Datenpakete an die Anwendungsebene durchgereicht werden. Im Gegensatz zum Promiscuous-Mode, bei dem in einem WLAN nur die Daten von Geräten weitergeleitet werden, mit denen der Client gerade verbunden ist, werden im Monitor Mode wirklich alle empfangbaren Netzwerkdaten betrachtet. Unser Paxcounter interessiert sich aber nicht für die Nutzdaten, die er einfach ignoriert, sondern nur für die Media-Access-Control-Adresse (MAC: weltweit einmalige physikalische Geräteadresse). Anhand der zur gleichen Zeit funkenden Geräte kann abgeschätzt werden, wie viele Smartphones gerade in der Nähe sind.

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