Vectary 3.0
3D-Webdienst
Auf den ersten Blick sieht Vectary aus wie eine schickere Version des beliebten kostenlosen Browser-3D-Baukastens Tinkercad. Die erste gute Nachricht: Auch die Bedienung ist ähnlich schnell zu lernen. Die zweite: Vectary macht genau dort weiter, wo Tinkercad aufhört, denn hier kommt man auch an die einzelnen Knoten des Oberflächengitters der Objekte heran, ganz gleich, ob es sich dabei um eine der elf vorgefertigten Primitiven oder ein importiertes komplexes Modell etwa im Format OBJ, STL oder DAE handelt.
Transformationen beziehen sich wahlweise auf das globale Koordinatensystem oder das lokale des Objekts. Die Parallelprojektionen der Grundansichten parallel zu den Raumachsen sind nur einen Rechtsklick entfernt. Es gibt Werkzeuge für boolesche Operationen, fürs Abfasen von Kanten, fürs Arrangieren mehrerer Objektkopien und ähnlich Nützliches mehr – das erinnert stark an Blender, auch wenn die Talente von Vectary längst nicht an jene dieses umfassenden 3D-Pakets heranreichen können.
Vectary bietet ein einsteigerfreundliches Interface und eine abgerundete Auswahl an Werkzeugen. Man kann beliebig lange damit kostenlos rumspielen, aber wer Dateien exportieren will, etwa als OBJ und STL, zahlt ab 9 US-Dollar pro Monat. Teamfunktionen gibt mit dem Studio- oder Company-Abo zu 49 beziehungsweise 199 US-Dollar monatlich. —pek