Make 4/2020
S. 8
Make
Test
Grafik: Peter König

Retro-Gaming auf Raspberry Pi

Möchte man Spieleklassiker vergangener Jahrzehnte spielen, gibt es viele Optionen – günstig und vielseitig ist es, einen Rasperry Pi als Retro-Konsole zu benutzen. Wir haben vier darauf spezialisierte Distributionen für das Raspi-Betriebssystem mal ausprobiert.

von Carsten Wartmann

Emulatoren für alte Software gibt es viele, doch die Rasperry Pis verschiedener Generationen sind wohl die flexibelsten und am besten unterstützten Minicomputer fürs Retro-Gaming. Deshalb konzentrieren wir uns im Folgenden auf diese Plattform. Dennoch: Fast alle im Artikel beschriebenen Distributionen unterstützen auch diverse andere Unterbauten und laufen etwa auf PCs (mit Intel/AMD-, aber auch Mac-Hardware), weiteren Single-Chip-Computern wie Odroid und oft auch Android-Set-Top-Boxen und ähnlichem. Genaueres dazu finden Sie in unserer Übersichtstabelle. Und falls Retro-Spiele, speziell auf dem Raspi, für Sie Neuland sind, haben wir ein kleines Glossar zusammengestellt, in dem die Begriffe kurz erklärt werden, die beim ersten Auftreten im Artikel fett gesetzt sind.

Welchen Raspi braucht man?

Es muss nicht immer das neueste Modell sein: Ein Raspi Zero, 1 oder 2 emuliert viele Systeme der 8- und 16-Bit Konsolen-Ära, ein Raspi 3 hat genug Power für PS1-Spiele und auch für einiges von N64, Dreamcast und PSP. Der neue Raspi 4 sollte hier noch etwas Luft nach oben haben, die Unterstützung in den Distributionen ist aber noch sehr frisch.

Die Raspi-Versionen 1 und 2 neu zu kaufen lohnt sich nicht mehr, aber wenn man so ein Board gebraucht bekommt oder aus der Schublade zieht, ist es immer noch gut für ein paar Spiele zwischendurch. Der Raspi Zero ist wegen seines Formfaktors für Handhelds gut zu gebrauchen. Zu beachten ist, dass der Raspi 1 noch SD-Karten benötigt, alle anderen Micro-SD. Eine Class-10-Karte ist kein Luxus, was die Geschwindigkeit angeht, dies macht sich aber fast nur beim Booten, Beschreiben und Backup der Karten bemerkbar.

Da der Raspi 4 praktisch das gleiche wie ein Raspi 3+ kostet, sollte man bei einer Neuanschaffung für Spielezwecke kurz prüfen, ob es bei der gewünschten Distribution noch Probleme mit dem neuesten Modell gibt. Der heftige Aufpreis für einen Raspi 4 mit mehr als 2GB Speicher lohnt sich für unseren Zweck übrigens nicht.

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