MIT Technology Review 5/2017
S. 68
Horizonte
Blockchain

Smarte Verträge für jedermann

Vor 20 Jahren hat Brian Behlendorf Software entwickelt, die zur Grundlage für das stürmische Wachstum des World Wide Web wurde. Jetzt versucht er das Gleiche mit der Blockchain-Technologie.

Mit der richtigen Software würde vieles in der Gesellschaft besser laufen.“ Wenn Web-Pioniere wie Brian Behlendorf so etwas sagen, entspricht das erst einmal genau dem Klischee vom technikverliebten Veteran. Behlendorf weiß das selbst, aber das ändert nichts an seiner Überzeugung: „Mich frustriert, wie kaputt die Welt ist. Korruption, Bürokratie oder Ineffizienz sind auf gewisse Weise technische Probleme. Kann man das nicht einfach reparieren?“

Der 44-jährige Brian Behlendorf leitet das Open-Source-Projekt Hyperledger. Illustration: Marc Aspinall

Letzten Sommer hat Behlendorf einen bequemen Job als Wagniskapitalgeber beim Facebook-Investor Peter Thiel geschmissen, um genau dies zu versuchen: die Welt durch Software ein Stück besser zu machen. Als Leiter der Open-Source-Organisation Hyperledger in San Francisco arbeitet er daran, eine offene Plattform für Blockchains zu schaffen. Sie soll als Teil der öffentlichen Infrastruktur Transaktionen überwachen, wie es heute Notare tun – nur eben nahezu automatisiert. So ließen sich überall dort Reibungsverluste minimieren, wo Informationen zwischen verschiedenen Organisation übermittelt und protokolliert werden müssen: bei Wertpapiergeschäften, digitalen Gesundheitsakten oder bei Lieferketten. Blockchains sind dezentrale Kassenbücher. Die Daten jeder einzelnen Transaktion werden dabei verschlüsselt auf den Rechnern sämtlicher Teilnehmer abgelegt. Das bietet maximale Fälschungssicherheit.

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