MIT Technology Review 5/2017
S. 92
Fokus
Neue Materialien

Ganz schön eindimensional

Eine neue Kohlenstoffvariante soll allen anderen Materialien an Härte und Zugfestigkeit überlegen sein – und außerdem Strom gut leiten.

Vor über 130 Jahren schon wurde der „Wunderstoff“ von dem Chemiker und späteren Nobelpreisträger Adolf von Baeyer beschrieben: ein langes eindimensionales Gebilde, in dem sich ein Kohlenstoffatom ans andere reiht wie die Perlen einer Kette. Dieses sogenannte Carbin sollte härter und zugfester sein als alle bislang bekannten Materialien. Und nicht nur das: Der exotische Stoff hätte dank seiner elektronischen Eigenschaften auch ein großes Potenzial als Halbleiter.

So weit die theoretische Berechnung. Doch diesen Wunderstoff tatsächlich herzustellen schien schier unmöglich. Denn die Kohlenstoffketten sind chemisch überaus reaktiv und zerstören sich immer wieder, bevor sie zu einer ansehnlichen Länge wachsen. Daran konnten auch jahrzehntelange Versuche nichts Wesentliches ändern. Erst im vergangenen Jahr gelang einem internationalen Team unter der Leitung von Thomas Pichler von der Universität Wien ein Meilenstein auf dem Weg zur Herstellung von Carbin. Mit einer neuartigen Methode erzeugten die Forscher Ketten aus mehr als 6000 Kohlenstoffatomen – ein neuer Rekord.

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