MIT Technology Review 11/2018
S. 54
Horizonte
Neurotech
Aufmacherbild
Foto: Bruce Peterson

Im Gehirn des Wählers

Experten behaupten, unbewusste politische Präferenzen besser erahnen zu können als die Wähler selbst. Nun wollen sie ihre Tricks zur Wahlwerbung einsetzen.

Maria Pocovi schiebt ihren Laptop zu mir rüber. Über die Webcam sehe ich mein eigenes Gesicht, überlagert von weißen Gitterlinien. Daneben sechs Balken: Glück, Überraschung, Ekel, Angst, Wut und Trauer. Ändert sich mein Ausdruck, bewegen sich die Balken, als wären meine Gefühle ein Audiosignal. Nach einigen Sekunden blinkt ein kräftiges grünes Wort auf: Sorge.

Pocovi ist Gründerin des Emotion Research Lab (ERL) im spanischen Valencia. Ihre Software steht an der Spitze einer stillen politischen Revolution: Kampagnen auf der ganzen Welt beauftragen das ERL und ähnliche Dienstleister, um verborgene Gefühle der Wähler zu erforschen. Pocovi selbst hat bereits für große Parteien in Lateinamerika gearbeitet. Insider sagen, dass immer mehr Kampagnen solche Werkzeuge nutzen – auch wenn sie es ungern zugeben.

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