MIT Technology Review 4/2018
S. 56
Horizonte
Medizin
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Foto: John Hryniuk

Nachrichten aus dem Wachkoma

2006 gelang es Adrian Owen erstmals nachzuweisen, dass Wachkoma-Patienten Bewusstsein besitzen können. Seitdem versucht der Neurowissenschaftler, Kontakt zu ihnen aufzunehmen.

TR: Professor Owen, in Ihrem Buch „Zwischenwelten“ geht es um Menschen im Wachkoma. Von ihnen wurde lange Zeit angenommen, dass sie nicht wahrnehmen, was um sie herum geschieht. Sie aber haben gezeigt, dass einige dieser Patienten über einen gewissen Grad an Bewusstsein verfügen. Wie machen Sie das?

ADRIAN OWEN: Wir bitten Wachkoma-Patienten, sich beispielsweise vorzustellen, eine Partie Tennis zu spielen, denn solche Aktivitäten setzen eine bewusste Entscheidung voraus und aktivieren ganz bestimmte Areale im Gehirn. Wir überwachen währenddessen die Hirnaktivität mittels bildgebender Verfahren, etwa der funktionellen Magnetresonanztomografie. Kommt es zu einer deutlich messbaren Aktivität im prämotorischen Cortex, können wir auf vorhandenes Bewusstsein schließen. Unsere Forschung hat gezeigt, dass rund 17 Prozent der nach außen hin reaktionslosen Wachkoma-Patienten über Bewusstsein verfügen. Eine aktuelle Überblicksstudie geht sogar von 20 Prozent aus.

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