MIT Technology Review 1/2021
S. 90
Fokus
Wandel
Grafik: Shutterstock

Missbrauchter Wandel

Plastikrecycling ist ein Beispiel für einen misslungenen Wandel. Obwohl die Verbraucher mitziehen und ihr Verhalten verändert haben, steckt die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft für Plastik in der Sackgasse.

Von Susanne Donner

Eine gute und eine schlechte Nachricht sieht die Umweltingenieurin Kerstin Kuchta von der Technischen Universität Hamburg, nachdem sie jüngst den Weg des Plastikmülls verfolgt hat. Die gute: Die Bürger werfen mittlerweile rund 70 Prozent der Kunststoffverpackungen korrekt in die ­Gelbe Tonne, befand sie. Nur bei Glas und Papier liegen die Trennquoten noch höher.

„Trotzdem“, fährt sie luftholend für die schlechte Nachricht fort, „wird nur ein kleiner Anteil des Plastikmülls tatsächlich stofflich recycelt.“ 20 bis 25 Prozent sind es allenfalls: In den Sortieranlagen lässt sich ungefähr die Hälfte der Verpackungen nicht richtig zuordnen. Und von dem Teil, der schließlich in den Recyclingfabriken landet, kann noch einmal rund die ­Hälfte nicht verarbeitet werden. Fazit: Es gibt mehr Ausschuss als wiederverwertbaren Müll, die Kreislaufwirtschaft hat beim Plastik bislang versagt.

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