MIT Technology Review 8/2021
S. 26
Fokus
Gehirnforschung
Foto: E+/Getty Images

Meditation ohne Mühe?

Ob Yoga, Zen-Meditation oder eine der vielen anderen Spielarten von Meditation und verwandten Techniken: Es ist nicht leicht, solche Übungen regelmäßig in den Alltag zu integrieren. Forscher wollen jetzt mit technischen Hilfsmitteln am Gehirn nachhelfen.

Von Christina Czeschik

Müssen die positiven Effekte der Meditation den Menschen vorbehalten bleiben, die in ihrer psychischen Veranlagung von vornherein genug Durchhaltevermögen mitbringen? Laut Thomas Hamann, langjähriger Meditationslehrer und Gründer eines Buddhismus-Vereins in Essen, hängt es nämlich sehr stark von der Persönlichkeit ab, wie gut der Einstieg in die Meditation gelingt: „Wenn jemand gleich zu Beginn der Meditation gute Erfahrungen macht, bleibt er oder sie natürlich leichter dabei als jemand, der sich sehr schwertut. Menschen mit einem starken Perfektionsdrang, die sich in Gedanken für vermeintlich unzureichende Übungen selbst bestrafen und sich damit negativ verstärken, springen eher ab. Auch schwer haben es Leute, die sich eher schlecht konzentrieren können und die Belohnung für ein Verhalten sofort erwarten.“

Jay Sanguinetti, der Leiter des SEMA Labs (https://semalab.arizona.edu) in Arizona will sich damit nicht abfinden. Er und sein Team arbeiten daran, mithilfe von Ultraschall im Gehirn von Probanden Zustände zu erzeugen, wie sie auch bei der Meditation angestrebt werden. Die Abkürzung SEMA steht dabei für Sonication Enhanced Mindfulness Acquisition (in etwa „durch Schall verbesserter Erwerb von Achtsamkeit“) und ist dem Center für Consciousness Studies der University of Arizona angegliedert.

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