MIT Technology Review 5/2023
S. 62
Report
Gentherapie

Heilen mit der Schere

Die Genschere CRISPR kann helfen, Erbkrankheiten wie Sichelzellenanämie zu heilen. Noch in diesem Jahr könnte die Methode für einen ersten Anwendungsfall zugelassen werden. Doch Wissenschaftler äußern auch immer wieder ethische Bedenken.

Jessica Hamzelou und Antonio Regalado (Übersetzung: Andrea Hoferichter)

Vergessen Sie He Jiankui, jenen chinesischen Biophysiker, der Designerbabys erschaffen hat! Beim Begriff Gen-Editing sollten Sie stattdessen an die Afroamerikanerin Victoria Gray denken. CRISPR hat sie von viel Leid durch ihre Sichelzellenanämie befreit. Und sie ist nur der Anfang einer vielversprechenden Therapiegeschichte.

2018 gab He Jiankui, damals Biophysiker an der chinesischen Southern University of Science and Technology Shenzhen, in Hongkong bekannt, dass er CRISPR an menschlichen Embryonen angewendet hatte. Die Nachricht sorgte für großen Aufruhr. „Wir werden den Schock nie vergessen“, sagt Victor Dzau, Präsident der US-amerikanischen National Academy of Medicine. He Jiankui hatte das Erbgut manipuliert, um drei Mädchen vor einer HIV-Infektion durch ihre Väter zu schützen. Der Forscher wurde dafür verurteilt und landete im Gefängnis. Erst im letzten Jahr kam er wieder frei.

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