MIT Technology Review 3/2024
S. 42
Titel
Soziale Bindungen
Hiroshi Ishiguro von der Universität Osaka erforscht die Beziehung zwischen Mensch und Roboter. Als Instrument dazu dient ihm unter anderem eine lebensechte humanoide Kopie von ihm selbst.
Hiroshi Ishiguro von der Universität Osaka erforscht die Beziehung zwischen Mensch und Roboter. Als Instrument dazu dient ihm unter anderem eine lebensechte humanoide Kopie von ihm selbst.
Foto: Geminoid™ HI-4, Osaka University

Elektrisierte Beziehungen

Die rasanten Fortschritte bei der KI wecken Hoffnungen auf Maschinen, die Freunde oder gar Liebhaber sein können. In Japan kann man sich schon länger anschauen, wie so etwas aussieht.

Martin Kölling

Lovot ist darauf trainiert, um Zuneigung zu buhlen. Gezielt rollt der kleine Roboter auf ein kleines Mädchen zu, das am Rande eines Standes in einem Kaufhaus in Tokio steht. Mit großen Augen schaut sie das 43 Zentimeter kleine Wesen an. „Was hältst du davon?“, fragt die Mutter. „Kawaii“, wie süß, ruft das Mädchen und nimmt Lovot liebevoll in den Arm.

Die Reaktion ist Kalkül des Herstellers Groove X, der den Roboter bereits 2018 auf den Markt brachte. Schon der Name spiegelt das wider: eine Kombination aus Love und Robot, ebenso wie das kugelige Design. Mit Gesichts- und Spracherkennung, einer auf 37 Grad Celsius erwärmten Roboterhaut und wechselbarer flauschiger Kleidung soll der Roboter zum Sprechen und Kuscheln einladen. Dass es dem Chef des Roboterherstellers, Kaname Hayashi, um große Gefühle geht, macht der Slogan am Stand endgültig klar: „Powered by Love.“ Lovot ist einer der jüngsten Sprösslinge der langen japanischen Tradition, sich freundliche Roboter als Begleiter des Menschen auszudenken.

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