MIT Technology Review 1/2025
S. 64
Report
Kernfusion
Pietro Barabaschi ist seit 2022 Generaldirektor von ITER, einer internationalen Forschungskooperation, die in Südfrankreich einen Kernfusions-Reaktor baut.
Pietro Barabaschi ist seit 2022 Generaldirektor von ITER, einer internationalen Forschungskooperation, die in Südfrankreich einen Kernfusions-Reaktor baut.
Fotos: © ITER Organization

„Im Grunde lässt man seinen Reisepass am Eingang zurück“

Der Bau des Fusionsreaktors ITER ist das letzte technische Großprojekt, in dem eigentlich verfeindete Staaten zusammenarbeiten. Warum das auch in Zeiten von Krieg und Krise funktioniert.

Interview: Wolfgang Stieler

Der Ingenieur Pietro Barabaschi ist seit 2022 Generaldirektor von ITER, dem internationalen Kooperationsprojekt zur Entwicklung eines Kernfusionsreaktors. Das 1988 initiierte Projekt, an dem unter anderem auch China und Russland beteiligt sind, ist wegen zahlreicher Verzögerungen und Kostensteigerungen immer wieder in die Kritik geraten. Zuletzt musste Barabaschi im Sommer 2024 verkünden, dass der Reaktor erst 2034 in Betrieb gehen könne und nicht wie ursprünglich geplant 2025.

Die Gründe sind nicht ungewöhnlich für große Bauvorhaben: Teile der Vakuumkammer wichen von den Plänen ab, was das präzise Zusammenschweißen der Segmente erschwerte. Zudem wurden Korrosionsspuren an den Hitzeschildern entdeckt, die potenziell zu Heliumlecks im Kühlkreislauf führen könnten. Auch die COVID-19-Pandemie beeinträchtigte den Baufortschritt erheblich. Als wäre es nicht schon schwierig genug, eine so große und komplexe technische Anlage zu bauen, muss die ITER-Organisation aber auch mit erheblichen kulturellen und politischen Differenzen zurechtkommen. Pietro Barabaschi erklärt, wie das gelingt.

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