Die geistige Dunkelflaute des Friedrich Merz
Im Winter schossen wiederholt die Strompreise an der Börse in die Höhe, weil Wind- und Sonnenkraftwerke nicht genug einspeisten. Einige ziehen daraus die falschen Schlüsse.
Am frühen Abend des 12. Dezember stiegen die Preise für eine Megawattstunde im Day-Ahead-Börsenhandel auf mehr als 900 Euro. Üblicherweise liegen sie deutlich unter 100 Euro. Ähnliche Preissprünge gab es auch am 6. November und am 20. Januar.
Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz hatte schnell die Schuldigen ausgemacht: der Kernkraftausstieg und der Ausbau der Erneuerbaren. „Wir sind jetzt wieder in einer Dunkelflaute“, sagte er gegenüber t-online. Deshalb müsse man „so schnell wie möglich“ 50 neue Gaskraftwerke in Deutschland bauen. Das sei sinnvoller, als „teuren Strom aus anderen Ländern“ einzukaufen.