Lily legt auf
Die Sprachlern-App Duolingo hat jetzt auch die Künstliche Intelligenz für sich entdeckt. Sie hat ihren Charakter Lily zum Telefondienst verdonnert. Bringen die kurzen Gespräche mit der KI Lernwillige voran?
Eigentlich hatte ich mit Duolingo abgeschlossen. Zwei Jahre lang habe ich mit dem Tool Türkisch gelernt – oder besser gesagt: auswendig gelernt, denn das Übersetzen der immer gleichen, teils sinnlosen Sätze hat mich in der Kommunikation mit der türkischen Seite meiner Familie nicht wirklich weitergebracht. Der Türkischkurs war zuletzt nicht mehr als ein gamifizierter Vokabeltrainer, dem im Vergleich zu anderen Duolingo-Kursen Features wie Grammatikerklärungen, Rollenspiele und Geschichten fehlten.
Für zahlende Kundschaft hat Duolingo jetzt die neue Abo-Stufe „Max“ mit einem neuen Feature eingeführt: KI-gestützte Videotelefonate mit Lily, einer Figur im Duolingo-Universum. Klingt spannend, dachte ich, und lud mir die App wieder aufs Handy. Blöd nur, dass es das Feature nicht für Türkisch gibt. Seufz. Aber Japanisch soll ich mit Lily sprechen können. Allerdings steht das Feature für Japanisch nur auf iOS zur Verfügung. Seufz, die Zweite. Also Duolingo auf meinem Arbeits-iPhone installiert, eingeloggt, Japanisch ausgewählt und das Probeabo gestartet. Auf meinem Android-Handy erschien das Feature dann doch noch, aber erst, als mein Test fertig war.