Generative KI – warum Unternehmen jetzt einsteigen sollten 

Generative KI-Lösungen wie ChatGPT bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten und große Wettbewerbschancen. Die Entwicklung eigener GenAI-Modelle muss jedoch sorgfältig geplant werden. 

Im November 2022 hat OpenAI die generative künstliche Intelligenz ChatGPT öffentlich und kostenlos zur Verfügung gestellt. Seitdem reißt die Begeisterung für „GenAI“ nicht mehr ab. Mehr als zwei Drittel der Mitte 2023 vom Digitalverband Bitkom befragten deutschen Unternehmen sehen großes oder sehr großes Potenzial in der KI-basierten Erstellung von Bildern und Texten. „ChatGPT war für viele Menschen ein Eye Opener und hat auch in den Unternehmen intensive Diskussionen ausgelöst“, sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.

Nach Ansicht von André Reitenbach ist der Hype absolut berechtigt: „Generative KI wird Arbeitsplätze, Unternehmen, ja ganze Industriezweige umgestalten“, sagt der CEO des Cloud-Providers Gcore, der mit dem Generative AI Cluster eine Plattform zur Entwicklung generativer KI-Modelle anbietet. Reitenbach sieht vor allem auch die Chance, zeitraubende Routineaufgaben wie die Zusammenfassung von Texten, Code Reviews oder die Bildauswahl für Marketingkampagnen zu automatisieren: „GenAI kann Mitarbeitern jede Woche mehrere Stunden Zeit sparen und damit zusätzliche Produktivität freisetzen.“ Darüber hinaus könne generative KI Muster und Trends in riesigen Datensätzen erkennen: „Das führt zu Erkenntnissen, die sonst selbst erfahrenen Datenwissenschaftlern verborgen bleiben würden.“

Die wichtigsten Einsatzgebiete für generative KI

Generative KI lässt sich in zahlreiche Arbeitsabläufe und Prozesse integrieren. Zu den bekanntesten und am häufigsten genannten gehören die automatisierte Erstellung von Marketingtexten, Geschäftsberichten und Studien, die Kundenkommunikation und die Softwareentwicklung. Auch im Gesundheitswesen könnte generative KI laut Reitenbach eine wichtige Rolle spielen: „In den USA ist es einer Mutter gelungen, mithilfe von ChatGPT eine seltene Krankheit bei ihrem Sohn zu diagnostizieren, die zuvor 17 Ärzte nicht erkannt hatten.“ Einer niederländischen Studie zufolge erstellt ChatGPT für Patienten in der Notaufnahme Diagnosen, die mindestens so gut sind wie die von Ärzten.

Darüber hinaus könnte der Einsatz von GenAI sehr viel Zeit und Ressourcen bei der Erforschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe und Medikamente sparen. Generative KI kann die vorhandene Fachliteratur viel schneller und gründlicher durchsuchen als menschliche Experten und so viele Experimente einsparen, die bereits andernorts durchgeführt wurden oder die aufgrund der vorhandenen Studienlage sehr wahrscheinlich keine neuen Ergebnisse bringen.

Auch im Automobilsektor könnte generative KI in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. So nutzt beispielsweise Mercedes Benz ChatGPT in einem Pilotprojekt, um die Leistung seiner Sprachassistenten in den Fahrzeugen zu verbessern. Im April 2023 stellte das chinesische Start-up Haomo.AI mit „DriveGPT“ den ersten Assistenten für autonomes Fahren vor, der auf GenAI-Technologie basiert. Generative KI kann darüber hinaus dafür eingesetzt werden, Testumgebungen für das Training autonomer Fahrsysteme zu generieren, das Fahrzeugverhalten vorherzusagen oder die Entscheidungsfindung in schwierigen Situationen zu verbessern.

Hürden bei der GenAI-Nutzung 

Laut der oben erwähnten Bitkom-Umfrage setzen erst zwei Prozent der deutschen Unternehmen generative KI ein, 13 Prozent sind in der Planung. Ein weiteres Viertel kann sich die GenAI-Nutzung immerhin vorstellen. Ein Grund für die Zurückhaltung der anderen Firmen könnten rechtliche Unsicherheiten sein. Wer beispielsweise Daten in das Fenster von ChatGPT, den sogenannten Prompt, eingibt, übermittelt diese an die Server des US-Anbieters OpenAI. Das Unternehmen behält sich in seinen Geschäftsbedingungen vor, diese Eingaben für das Training seiner Modelle zu verwenden.

Dadurch könnten sensible Informationen wie personenbezogene Daten oder Geschäftsgeheimnisse in falsche Hände geraten. Es besteht die Gefahr von Datenschutzverstößen und Wettbewerbsnachteilen. Einen guten Überblick über die rechtliche Situation beim geschäftlichen ChatGPT-Einsatz gibt Rechtsanwalt Pierre Daniel Wittmann, Senior Associate bei der Luther Rechtsanwaltschaft, in seinem Blogbeitrag

Mit dem Aufbau einer eigenen Infrastruktur lassen sich solche Risiken umgehen. Das komme aber für viele Unternehmen nicht infrage, sagt André Reitenbach von Gcore: „Der Aufwand übersteigt die Möglichkeiten der meisten Firmen, denn die dafür notwendigen Komponenten sind nicht nur teuer, sondern auch schwer zu beschaffen.“ Er rät daher, die für die Entwicklung und Nutzung generativer KI-Modelle notwendigen Technologien als Service aus einer sicheren und datenschutzkonformen europäischen Cloud-Infrastruktur heraus einzukaufen: „Nur so können Unternehmen beim Training eigener Modelle sicher sein, dass die Verarbeitung ihrer Daten in der EU stattfindet.“

Fazit: Unternehmen dürfen GenAI-Trend nicht verschlafen

ChatGPT und andere öffentlich verfügbare GenAI-Angebote sind sehr einfach zu nutzen und liefern beeindruckende Ergebnisse. Das wahre Potenzial generativer KI liegt jedoch in individuellen Lösungen. Nur sie können den Datenschatz der Unternehmen optimal auswerten, ohne dass diese unkalkulierbare rechtliche und wirtschaftliche Risiken eingehen. Angebote wie der Generative AI Cluster von Gcore ermöglichen es, die dafür notwendige Infrastruktur als Service zu nutzen. Die Server des Clusters sind mit Grafikprozessoren von NVIDIA (A100, H100) ausgestattet, die für das Training und den Einsatz von KI-Modellen optimiert sind. Der Provider wird sein Angebot demnächst um Server mit den Grafikprozessoren NVIDIA H200 und L40S erweitern. Die von Gcore angebotenen AI-Cluster befinden sich in zertifizierten Rechenzentren in Europa, alle sensiblen, geschäftskritischen und urheberrechtlich geschützten Daten der Unternehmen unterliegen daher der EU-Gesetzgebung und sind verlässlich geschützt.

Dank Ihrer Skalierbarkeit bieten die Cluster Entwicklungs- und Forschungsmöglichkeiten jeder Größe – für Start-ups über mittelständische Unternehmen bis hin zu multinationalen Konzernen. „Wirklich kein Unternehmen sollte die Diskussion über den Einsatz von generativer KI auf die lange Bank schieben“, sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst, „wer heute abwartet, muss sich demnächst umso mehr anstrengen, die Anderen einzuholen.“

Jetzt mehr über die KI-Infrastruktur von Gcore erfahren.

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